Themenheft zum Sonntag Reminiszere 2022 erschienen

In vielen Ländern der Welt werden Christinnen und Christen verfolgt, bedrängt und in ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt. Seit 2010 ruft die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Sonntag Reminiszere Kirchen und Gemeinden dazu auf, für verfolgte Glaubensgeschwister zu beten und sich auch auf andere Weise für diese einzusetzen. Dazu erscheint jährlich eine Publikation, die ein bestimmtes Land in den Blick nimmt. Am 13. März 2022 steht Belarus im Fokus.

Das Materialheft bietet Hintergrundtexte zu Kirche und Gesellschaft, Politik und Geschichte, Interviews und aktuelle Informationen sowie liturgisches Material zur Gottesdienstgestaltung. Fotos, Zeichnungen aus dem Gefängnis und weitere Werke von belarussischen Künstler:innen machen zudem das Ausmaß der durch das belarussische Regime ausgeübten Gewalt deutlich, aber sie zeigen auch den Mut und die Solidarität der Menschen untereinander und ihre ungebrochene Hoffnung und Kreativität.

„Besonders eindrücklich sind Augenzeug:innenberichte derer, die sich für Freiheit und Demokratie einsetzen. Diese ‚Stimmen aus Belarus‘ geben einen unmittelbaren Eindruck in die überaus bedrängende und lebensgefährliche Situation derer, die aufgrund ihres Engagements für Freiheit und Menschenrecht bedroht, verfolgt, verhaftet und misshandelt werden“, sagt EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber.

Die Publikation ist online abrufbar unter https://www.ekd.de/reminiszere2022 und wird ebenfalls als Printausgabe kostenfrei abgegeben. Bitte wenden Sie sich an veronique.mussmann@ekd.de.

Hintergrund Belarus

Seit den Präsidentschaftswahlen im August 2020 hat sich Belarus massiv verändert: Schnell stellte sich heraus, dass die Wahlergebnisse gefälscht waren; unzählige Menschen sind in den Monaten danach für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit aufgestanden. Auch die EU erkennt die Wahlergebnisse nicht an; vielmehr wurde der demokratischen Opposition in Belarus im vergangenen Dezember im Europäischen Parlament in Brüssel der Sacharow-Preis für geistige Freiheit verliehen.

Die Demokratiebewegung, die aus allen gesellschaftlichen Schichten besteht, wird jedoch immer brutaler von der Regierung unterdrückt. Inzwischen sind mehr als 600 Menschen als politische Gefangene inhaftiert. Auch im Ausland sind die Kritiker*innen und Gegner:innen des Regimes nicht mehr sicher.

Umso wichtiger ist es, Kontakt zu halten und Unterstützung zu geben. Die EKD fordert, gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde und der belarussischen Menschenrechtsorganisation „VIASNA“, die Freilassung der politischen Gefangenen und hat dazu eine Aktionsseite mit eingerichtet: 100 × Solidarität (100xsolidaritaet.de), die die Gesichter und Geschichte der Gefangenen zeigt und auf der prominente Unterstützer:innen aus Gesellschaft, Kultur, Kirche und Politik in Deutschland versammelt sind.

Veranstaltungshinweis:

Eine Veranstaltung mit der belarussischen Philosophin und Aktivistin Olga Shparaga zur aktuellen Situation in Belarus und zu ihrem gerade erschienenen Buch: „Die Revolution hat ein weibliches Gesicht“ findet am Donnerstag, 16. September, um 18.30 Uhr im Braunschweiger Dom statt. Olga Shparaga wird dabei im Gespräch mit Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber sein. Auszüge aus den Texten von Olga Shparaga werden von der Schauspielerin Kathrin Reinhardt gelesen.

Diese Veranstaltung wird auch live im Internet übertragen www.ekd.de/belarus-gespraech-lesung.

Hannover, 9. September 2021

Pressestelle der EKD

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( https://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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