Staffellauf für ein Friedenssymbol

„Eins ist klar: Wir wollen uns an alle Regeln halten!“, bekräftigt Söhnholz. Ein nahezu kontaktloser Staffellauf sei deshalb Pflicht – das schulde man der Vorbildfunktion der Pfadfinder. Die teilweise widersprüchlichen Regeln in der Pandemie machen die Organisatorin nachdenklich: „Das eine ist erlaubt, das andere nicht.“ Doch ganz aufs Friedenslicht zu verzichten, sei keine sinnvolle Option: „Es ist zurzeit wichtiger denn je: Als lebendiges Symbol für Gemeinschaft, für das, was man zusammen bewirken kann“, findet die 42-Jährige. Alles, was Sicherheit verspreche, werde in diesem Jahr „heiß herbeigesehnt“.

Und wenn alle Stricke reißen, haben die Pfadfinder einen Plan C. „Wir wissen, an welchen Orten in Deutschland noch das Licht vom letzten Jahr brennt“, verrät Andrea Söhnholz. Selbst wenn wegen eines kompletten Lockdowns niemand mehr seinen Landkreis verlassen dürfe, „bringen wir das Licht in einer Stafette von Bundesland zu Bundesland – und stimmen das vorher natürlich mit den Ämtern und Frau Merkel ab“, sagt Söhnholz mit einem kleinen Lächeln. Die bundesweite Vernetzung der Pfadfinderverbände und ihre Struktur in der Fläche machen solche Aktionen möglich.

Und wenn dann am Heiligabend bei vielen Menschen in ganz Deutschland, in Belgien und Bosnien, in Polen und Portugal, in Spanien und den USA das Friedenslicht von Bethlehem im Wohnzimmer brennt, haben die Pfadfinder ihr Ziel erreicht. „Dann können die Menschen eine große Verbundenheit spüren, weil dieses Licht durch so viele Hände zu ihnen gekommen ist“, hofft Söhnholz. Das diesjährige Motto „Frieden überwindet Grenzen“, ursprünglich auf 30 Jahre Wiedervereinigung gemünzt, hätte das Licht dann auch im Corona-Jahr 2020 erfüllt.


Der zentrale Übergabeort für das Friedenslicht in Bayern ist der Münchner Liebfrauendom. Ab 13. Dezember um 17 Uhr kann es dort – nach Anmeldung bei der Domaufsicht – zu den üblichen Öffnungszeiten abgeholt werden. Tagesaktuelle Infos verbreitet die Friedenslicht-AG über Facebook, Twitter und Instagram jeweils unter dem Stichwort „Friedenslicht aus Bethlehem“. Die interaktive Karte der Autorouten und Übergabeorte findet sich auf https://friedenslicht.de/karte/karte.php. Den Link zum Aussendungsgottesdienst am 12. Dezember in Salzburg veröffentlicht die AG auf ihrer Homepage: www.friedenslicht.org

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( https://www.ekd.de/rss/editorials.xml?)
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