Armut als Attraktion

Die Haustür ist nur angelehnt. Kenny Tokwe klopft kurz und steht nach einem Schritt schon im Wohnzimmer. Er weist links in die Ecke zu einem Doppelbett und zeigt seinen Begleitern dann, wo auf der anderen Seite die Kinder schlafen. Es ist dunkel, weil es nur ein Fensterchen gibt. Die Luft ist stickig und riecht leicht faulig. Mehrmals pro Woche besucht Tokwe das Haus eines Nachbarn in der Schwarzensiedlung Imizamo Yethu im südafrikanischen Kapstadt – mit einer Gruppe Touristen im Gefolge.
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Evangelische Kirche in Deutschland: Editorials

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