12. EKD-Synode geht zu Ende

Präses Irmgard Schwaetzer blickt zurück

Hannover. Am heutigen 9. November geht die 7. und letzte Tagung der 12. Synode der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) zu Ende; Präses Irmgard Schwaetzer erinnert am Jahrestag der Pogromnacht an die Verantwortung von Christen gegenüber Juden.

Die EKD-Synode fand erstmals digital statt. EKD (Screenshot Livestream)

Antisemitismus nimmt zu

Mit dem christlich-jüdischen Dialog hat sich die 12. Synode in den letzten sechs Jahren besonders intensiv beschäftigt.  „Wie wichtig es ist, dass wir unserer besonderen Verantwortung gegenüber den Juden gerecht werden, die aus dem Bewusstsein unserer historischen Verstrickung erwächst, zeigt die erschreckende Zunahme des Antisemitismus in Deutschland wie in Europa“, mahnte Schwaetzer in ihrem Rückblick auf die Arbeit der Synode und nannte alltägliche Schmähungen ebenso wie den Anschlag im vergangenen Oktober in Halle.

Irmgard Schwaetzer, Präses der 12. EKD-SynodeEKD (Screenshot Livestream)

Reformationsjubiläum

Ein weiterer Schwerpunkt der Synodalperiode war 2017 das Reformationsjubiläum. Dessen Bilanz habe gezeigt, was auch in der Corona-Krise deutlich geworden sei: „Wo wir die gewohnten Wege verlassen und Neues ausprobieren, treffen wir auf offene Ohren und großes Interesse“, so Irmgard Schwaetzer.

Fokus: Zukunft

Die aktuelle Tagung widmet sich vor allem Zukunftsfragen, die ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Synode in den letzten sechs Jahren waren. Dazu habe die Synode in den „12 Leitsätzen zur Zukunft einer aufgeschlossenen Kirche“ theologische Fragen, Kirchenentwicklung und gesellschaftliche Trends beobachtet und zugespitzt.

„Dabei gehen die Leitsätze der Frage nach, wie uns in unserer Zeit gelingen kann, was unser Auftrag als Kirche ist: Gott zu bezeugen in der Welt, in der wir leben“, fasst Irmgard Schwaetzer zusammen.

Sie betonte, dass sich die kommende 13. Synode durch 20 Synodale unter 27 Jahren deutlich verjüngen werde.

EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm kündigte in seinem Bericht vor den 120 Mitgliedern des Kirchenparlaments am Sonntag Einsparungen in Millionenhöhe an. Beschlüsse zu den drei Vorlagen – zwölf Leitsätze für die Zukunft, Finanzstrategie und Digitalstrategie – werden für den heutigen Montag erwartet.

Letzte Tagung der 12. Synode: Digital

Wegen der Corona-Pandemie fand die Synodentagung erstmals fast ausschließlich digital und stark verkürzt statt.

Württembergische Synodale

Für die Evangelische Landeskirche sind acht Mitglieder der 15. und 16. Synode zugleich Mitglieder der EKD-Synode:

Andrea Bleher, Tabea Dölker, Eva Glock, Jutta Henrich, Robby Höschele, Steffen Kern, Dr. Friedemann Kuttler, Werner Stepanek.


Quelle: Evangelische Landeskirche Württemberg ( https://www.elk-wue.de/index.php?type=13)
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