Digitale Toolbox soll die Jugendarbeit in den Gemeinden verbessern

Ziel seien zunächst fünf Videos und fünf Methoden, die niedrigschwellig und ohne große Vorarbeit umgesetzt werden könnten, so Moselewski. „Dann wollen wir schauen, wie das läuft.“ Derzeit sei das Projekt, das seit Juni bestehe, allerdings noch in der Findungsphase, so Moselewski. Neben dem digitalen Material soll es auch Handouts und weiteres Begleitmaterial geben. Hinter dem Projekt stehen das Institut für missionarische Jugendarbeit der CVJM-Hochschule, an der Moselewski wissenschaftliche Mitarbeiterin ist, „mi-di“, die Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung der EKD, an der Louisa Winkler als Referentin für Kommunikation beschäftigt ist, und andere Partner. 

Die Toolbox nimmt die Ideen der FreshX-Bewegung auf, die schon vor Jahren in Großbritannien entstanden ist, als dort die Gottesdienste immer leerer wurden, erzählt Moselewski. Die Gemeinden begannen daraufhin, sich gezielter als bisher am Bedarf der Bevölkerung vor Ort zu orientieren und machten entsprechende Angebote. „Vor Ort können die ganz unterschiedlich sein,“ sagt Moselewski. „Aber sie verbindet die Haltung, dass man zu den Menschen gehen muss.“ Dahinter stehe ein ganzheitliches, kontextuelles Missionsverständnis, das Diakonie und Evangelisation vereint. 

Die Erfahrungen versucht man auch in Deutschland zu nutzen. So sei im Bereich der Jugendarbeit an der CVJM-Hochschule dazu bereits das Fachbuch „Zwischen Tradition und Innovation – Fresh X mit Jugendlichen gestalten“ entstanden. „In der neuen Tool-Box geht es jetzt darum die Ansätze und Methoden daraus niederschwellig an die Basis der Jugendarbeit zu bringen“, sagt Moselwski.

In einem ersten Workshop haben Moselewski und Winkler zusammen mit Experten aus ganz Deutschland mittlerweile Methoden ausgewählt, die in den Videos erläutert werden sollen. „Zum Beispiel können Jugendliche zu einem Jugend-Treffpunkt im Ort gehen und mit den Jugendlichen dort diskutieren, was sie mit 5000 Euro anfangen würden. Vielleicht ist das Ergebnis, dass eine Gemeinde daraufhin eine Skater-Anlage auf ihrem Gelände baut.“
 


Die Evangelische Kirche in Deutschland unterstützt innovative digitale Projekte und will damit den Wandel der Kirche hin zu mehr digitalen Angeboten fördern. Dazu gibt es den Digital-Innovationsfonds, der eine Million Euro umfasst. Weitere innovative Projekte, aber auch Informationen zur Antragsstellung finden Sie auf der EKD-Seite zum Fonds.
 

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( https://www.ekd.de/rss/editorials.xml?)
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