Ein Impfstoff gegen den Hunger

Bedford-Strohm in Erntedankpredigt: „Ich bete für ein neues Brotvermehrungswunder“

Jeden Tag sterben weltweit 20.000 Menschen an Hunger.  Das seien jeden Tag doppelt so viele Menschen, wie die, die in Deutschland bisher durch das Corona-Virus ihr Leben verloren haben, daran erinnerte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in seiner Predigt am heutigen Erntedanksonntag im Familiengottesdienst der Münchner Himmelfahrtskirche. Der Predigt lag die biblische Geschichte von der Speisung der Viertausend (Markus 8, 1-9) zugrunde.

Doch anders als beim Corona-Virus gebe es gegen den Hunger einen Impfstoff: „und der heißt Gerechtigkeit“, betonte Bedford-Strohm. Wenn die Menschen weltweit faire Chancen bekämen und von den Löhnen ihrer Arbeit auch ihre Familien ernähren könnten, „dann kann der Hunger besiegt werden“.

Das sei auch das Ziel des gegenwärtig diskutierten Lieferkettengesetzes, „in dem jedes Unternehmen verpflichtet wird, dafür zu sorgen, dass das Produkt, das es hier verkauft, auch fair zustande gekommen ist“. Es gebe genug Nahrungsmittel auf der Welt, damit alle Menschen zu essen hätten, betonte der Ratsvorsitzende.

Er bete darum, so Bedford-Strohm, „dass Gott unter uns ein neues Brotvermehrungswunder wirkt“ und „seine Liebe in unsere Herzen gießt“, sodass alle teilen und alle satt werden. Der Blick auf die vielen Äpfel im Erntedankgottesdienst sei ein sichtbares Zeichen für die von Gott geschenkte Ernte in Fülle. Weil genug da sei, „gibt es keinen Grund für Kleinmut“, schloss der Landesbischof.

Hannover, 3. Oktober 2020

Pressestelle der EKD
Annika Lukas
 

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Presse ( https://www.ekd.de/rss/presse.xml?)
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