Anregende Lernorte gestalten

EKD veröffentlicht neuen Kita-Text „Kinder in die Mitte“

Kinder verbringen heute viele Stunden am Tag in professionellen Bildungseinrichtungen. Evangelische Kindergärten, Kindertageseinrichtungen und Familienzentren haben deshalb eine große Bedeutung und Verantwortung: Im Interesse der Kinder, die hier prägende Jahre erleben, sollten sie anregende Bildungs- und Lebensorte sein, die sich durch starke und innovative Konzepte auszeichnen. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ermutigt in seiner jetzt erschienen Handreichung „Kinder in die Mitte“ Verantwortliche in Kindertagesstätten, Trägern, Sozialraum und Kirchengemeinden, diese wichtige Rolle für die frühe Bildung und religiöse Sozialisation aktiv und in einem sozialräumlichen Netzwerk zu gestalten.

 

Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, hebt in seinem Vorwort die Bedeutung der Arbeit im frühkindlichen Bildungsbereich hervor: „Die Kirche würde ihren Auftrag verfehlen, hätte sie nicht immer auch das Wohl aller Kinder im Blick. Vor diesem Hintergrund engagiert sich die evangelische Kirche mit annähernd 9.000 Kindertageseinrichtungen mit über einer halben Million Plätzen mitten in der Zivilgesellschaft für Kinder.“

 

Der von der Kammer der EKD für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend erarbeitete Text betont das Recht auf frühe Bildung und Religion für alle Kinder. Kinder werden im gesellschaftlichen Diskurs oft unter dem Aspekt eines Betreuungsproblems diskutiert. „Hier wird ein Umdenken gefordert: Kinderbetreuung dient nicht in erster Linie der Aufbewahrung von Kindern, vielmehr müssen Kindertagesstätten als anregende Orte für frühe Bildung und Erziehung gedacht und konzipiert werden“, so die Kammervorsitzende Prof. Annette Scheunpflug. Die Akteure evangelischer früher Bildungsarbeit würden deshalb ermutigt, die richtigen Weichen zu stellen, um die Qualität und Intensität ihrer Angebote weiterzuentwickeln. Dazu würden im Text konkrete Anregungen gegeben, die sich gezielt an unterschiedliche Entscheidungsebenen richten.

 

Die Leiterin der EKD-Bildungsabteilung, Birgit Sendler-Koschel, betont die Relevanz des Textes: „‘Kinder in die Mitte!‘ ist genau das richtige Motto für evangelische Kindertagesstätten. Wo beispielhaft das friedliche Zusammenleben von Kindern verschiedenster Lebenslagen, Religion und Herkunft gelingt, wächst in evangelischen Kindergärten gemeinsame Freude am Leben, Respekt für Menschen und Schöpfung. Kinder und Eltern sollen Gottes große, tragende Liebe zu allem Lebendigen erleben können.“

 

In einem abschließenden Praxisteil bietet das Buch Arbeitsmaterialien, die zum Austausch anregen und Inspirationen für die Praxis bieten sollen. Diese stehen zum kostenlosen Download auf https://www.ekd.de/materialien-und-arbeitshilfen-kinder-in-die-mitte-58938.htm zur Verfügung.

 

Die Publikation „Kinder in die Mitte“ ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/Kinder_in_die_Mitte_EVA_2020.pdf

 

Die Themenseite mit allen Informationen finden Sie unter www.ekd.de/kinderindiemitte

 

Hannover, 17.September 2020

 

Pressestelle der EKD

Annika Lukas

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Presse ( https://www.ekd.de/rss/presse.xml?)
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