Bedford-Strohm: Tod Alan Kurdis als Mahnung zum Handeln

„Wer besser verstehen will, warum wir die zivile Seenotrettung so aktiv unterstützen, muss sich noch mal der Härte eines Bildes aussetzen, das heute genau vor fünf Jahren an einem türkischen Strand entstanden ist und das um die Welt gegangen ist“, betonte der EKD-Ratsvorsitzende. Das Foto zeigt den toten Jungen, bekleidet mit rotem T-Shirt und blauen Shorts, auf dem Bauch liegend am Strand. „Mir – Opa eines kleinen Jungen – treibt es immer noch die Tränen in die Augen“, schrieb Bedford-Strohm.

Die Staaten Europas retteten weiterhin nicht, erklärte er. „Die zivilen Seenotretter tun es. Sie warten nicht darauf, dass es gute Lösungen für die flüchtlingspolitischen Probleme gibt.“ Leben retten könne nicht auf diesen Zeitpunkt verschoben werden. Deshalb sei er auch für die jüngsten Rettungsaktionen der „Sea-Watch 4“ dankbar.

Die „Sea-Watch 4“ war Mitte August zu ihrer ersten Mission ins zentrale Mittelmeer gestartet und wurde am Mittwoch in Palermo erwartet. Der Hafen auf Sizilien war dem Schiff nach der Rettung von mehr als 350 Menschen und mehrtägigem Warten zugewiesen worden. Die „Sea-Watch 4“ wurde mit Hilfe des Bündnisses „United4Rescue“ überwiegend aus kirchlichen Spenden finanziert. Das Bündnis wurde auf Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland gegründet.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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