Youtube-Kanal „Anders Amen“ als neue Form von Gemeinde?

In den vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen-Bremen produzierten Videos gehen die Radtkes etwa mit dem Ortsbürgermeister wandern, besuchen einen Drive-In-Gottesdienst oder diskutieren auch schon mal über Penis-Größen. Ein Angebot, das vor allem Jugendliche und junge Erwachsene anspreche: „Junge Menschen, durchschnittlich 25 Jahre alt, sind statistisch gesehen unsere größte Zielgruppe“, sagte Stefanie Radtke. „Vermutlich ist das Publikum sogar noch jünger, denn Teenager erfasst YouTube gar nicht, die nutzen oft den Account der Eltern.“

Auch Eltern nutzen den Youtube-Kanal

Ellen Radtke zufolge schauten aber auch Eltern den Kanal. „Die wollen alles über queeres Leben wissen, damit sie ihren Kindern keine dummen Fragen mehr stellen müssen. Wir bekommen da ganz oft echt süße Anfragen.“ Einige der Eltern seien froh, dass das Pastorinnen-Ehepaar ein Baby erwartet. „Denn viele finden es okay, dass ihre Kinder etwa schwul oder lesbisch sind – aber Enkel hätten sie dennoch gern. Da geben wir ihnen Hoffnung mit unserem Kind.“

Stolz sind die Radtkes auf die Nominierung als eines von vier aus 500 Projekten im Bereich „Demokratisch gestalten“ für den „Smart Hero“-Award. Dass mit „Anders Amen“ ein kirchliches Projekt infrage komme, sei „Wahnsinn“. Wenn das Baby komme, wollten sie dennoch erst einmal Pause machen, sagten sie. Vieles in ihrem Leben spiele sich öffentlich ab, sagte Ellen Radtke: „Aber die Hausgeburt werden wir auf jeden Fall nicht filmen – auch wenn unsere Hebamme das cool gefunden hätte.“

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
Bitte lesen Sie den ganzen Text auf der Originalseite des Feeds – zur Quelle

Schreibe einen Kommentar