Diakonie Katastrophenhilfe befürchtet Hungersnot im Libanon

„Jetzt ist es an der Zeit, uns ebenso solidarisch mit den Menschen im Libanon zu zeigen, wie sie sich in den vergangenen Jahren gegenüber syrischen Flüchtlingen verhalten haben“, sagte die Präsidentin der Organisation, Cornelia Füllkrug-Weitzel, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2019. Kein anderes Land der Welt habe – gemessen an der Einwohnerzahl – so viele Flüchtlinge aufgenommen wie der Libanon. Insgesamt leben derzeit Schätzungen zufolge rund sechs Millionen Menschen in dem arabischen Land.

Maas forderte „tiefgreifende wirtschaftliche Reformen“

Außenminister Heiko Maas (SPD) reiste derweil zu einem Besuch nach Beirut. Deutschland habe am Wochenende „in einer ersten Tranche 20 Millionen Euro zugesagt, um die schlimmste Not zu lindern“, erklärte er vor seinem Abflug. Die Hilfe solle mit den Vereinten Nationen und über erfahrene Hilfsorganisationen schnell nach Beirut zu den Menschen gebracht werden. Maas forderte „einen kraftvollen Aufbruch“ und „tiefgreifende wirtschaftliche Reformen“. Nur so werde der Libanon seine Jugend für eine gute Zukunft gewinnen, nur so werde das nötige Vertrauen aufgebaut.

Am Dienstag vergangener Woche war es auf dem Beiruter Hafengelände zu einer gewaltigen Detonation gekommen, deren zerstörerische Druckwelle über die gesamte Stadt fegte. Laut libanesischen Medien kamen mehr als 170 Menschen ums Leben, mehr als 6.000 wurden verletzt. Auch eine Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes wurde getötet. Den Berichten zufolge waren rund 2.700 Tonnen Ammoniumnitrat explodiert, die seit sechs Jahren ungesichert im Hafen lagerten.


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