Fünf Jahre „Wir schaffen das“

Bedford-Strohm betonte, es sei eine Schande, dass die staatliche Seenotrettung im Rahmen der früheren EU-Mission „Sophia“ ersatzlos eingestellt worden sei. Er verteidigte zudem das Engagement der evangelischen Kirche für die Seenotrettung. In Kürze soll das Rettungsschiff „Sea-Watch 4“ in See stechen, für das die evangelische Kirche Spenden gesammelt hatte. Man könne nicht warten, bis alle Staaten Europas hinter einer staatlichen Seenotrettung stehen, sagte Bedford-Strohm.

Bedford-Strohm: Die Lager in Lampedusa sind überfüllt

Merz betonte, die private Seenotrettung sei „nicht ganz ohne Grund ziemlich umstritten“. Es stehe die Frage im Raum, ob man dadurch zusätzliche Fluchtbewegungen auslöse, sagte er. Bedford-Strohm widersprach: Aktuell gebe es kein Rettungsschiff im Mittelmeer, und dennoch machten sich Tausende Menschen auf den Weg nach Lampedusa. Die Lager dort seien überfüllt.

Bedford-Strohm kritisierte außerdem das Nein von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zu einem vom Berliner Senat geplanten eigenen Aufnahmeprogramm für Flüchtlinge von den griechischen Inseln. „Ich kann es nicht verstehen, warum die Bereitschaft eines Bundeslandes, 300 Menschen aufzunehmen, blockiert wird“, sagte er. Merz verteidigte Seehofer. „Der Bund ist dafür zuständig“, sagte der Kandidat für den CDU-Parteivorsitz.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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