Bürger bieten Patenschaften für 50 Flüchtlinge aus Griechenland an

Die Verteilung von Geflüchteten obliegt dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und dem UNHCR. Machen Sie da nicht falsche Versprechungen?

Buschheuer: Versprechungen können wir gar nicht machen. Wir können nur Angebote formulieren und die Stadt bestärken, ihrer Verantwortung so nachzukommen, wie sie ganz Europa trägt. Wir sehen Regensburg auch nur deshalb in der Verpflichtung, weil alle anderen nicht genug tun. Es wäre sehr schön, wenn Europa sich einigen könnte über die Aufnahme und über die Abhandlung von Asylverfahren, die dort anstehen. Das tut Europa aber nicht. Und nur deshalb versuchen wir Einzelwege zu gehen, weil man sich nicht der Verantwortung entziehen kann, bloß weil alle anderen Nein sagen.

Wie soll man Ihr Angebot verstehen, als Aufforderung, als politisches Statement?

Buschheuer: Wir wollen diesen dauernden Ausredekreis durchbrechen. Es ist nicht einfach nur eine politische Pattsituation, in der die Flüchtlinge zu Geiseln der europäischen Politik werden, sondern es ist auch so, dass sich viele Leute über diese Pattsituation freuen, weil sie wollen, dass auf den griechischen Inseln und an den europäischen Grenzen schlechte Bedingungen herrschen. Mit diesen Situationen versucht man, Menschen davon abzuhalten, nach Europa zu kommen. Ich kann verstehen, dass nicht jeder die ganze Welt in Deutschland oder Europa haben will, aber ich wüsste nicht, dass Abschreckungsbeispiele in unserer Verfassung stehen.

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