Nachwuchs-Satiriker auf Erfolgstrip

„Wir arbeiten mit viel Überspitzung, so dass man merkt, da stimmt etwas nicht.“ Auch die Kirche wird mitunter zum Thema. Zum Beispiel wenn der Kirchentag beim Transport von Teilnehmern auf herkömmliche Verbrennungsmotoren zurückgreife, sagt Syrziska, der Theologie und Journalismus studieren will und seit Kurzem neuer Sinnfluencer bei Yeet ist. „Da muss man auch mal kritisch an die Kirche rangehen und etwas sagen.“

Die Idee zu der Show sei bei ein paar launigen Sprüchen in der Jugendgruppe entstanden, erzählt Syrziska. Die Kunstfigur „Aaron Albert“, die der Show den Namen verleiht, gehe auf ein Konfirmandenprojekt zurück, in dem es um Probleme Jugendlicher ging. „Aber wir haben auch viel rumgealbert“, so Syrziska. Neben der Show wird er künftig auch bei Yeet präsent sein. Die so genannten Sinnfluencer des evangelischen Online-Netzwerks bringen den Glauben in den Sozialen Medien zeitgemäß zur Sprache. 

Das christliche Late-Night-Format gibt es seit April vergangenen jahres. Neben Syrziska sind rund 20 Jugendliche und junge Erwachsene an der Produktion der Late-Night-Show beteiligt. Unterstützt werden sie vom Mediendienst der Evangelischen Jugend Bramsche, einer Mischung aus professioneller Medienagentur und ehrenamtlichem Engagement im Kirchenkreis Bramsche. Demnächst sollen nochmal sechs Folgen von „Aaron Albert“ veröffentlicht werden.

Der Mediendienst stellt nicht nur das technische Gerät zu Verfügung, sondern schult die kirchlichen engagierten Jugendlichen im Umgang mit Kamera, Mikrofon und Schnitttechnik. Sie profitieren von den Zuschüssen des Innovationsfonds in Höhe von einigen Tausend Euro. „Wir wollen Menschen mit den neuen Medien ansprechen, die sie täglich nutzen“, sagt Kai-Fabien Rolf, der Leiter des Mediendienstes. Die Late-Night-Show verknüpfe moderne Medien mit kreativer Jugendarbeit, in der sich Jugendliche ausprobieren könnten, betont Rolf. Und Syrziska ergänzt: „Wir wollen den Jugendlichen zeigen, was es ausmacht, Christ zu sein. Und dass man damit Spaß haben darf.“

Der Digital-Innovationfonds fördert Projekte von Einzelpersonen, Gruppen oder kirchlichen Institutionen, die mit ihrem Projekt digitale Innovation in der Evangelischen Kirche von Deutschland voranbringen wollen. Weitere Informationen zum Antrag finden Sie auf der EKD-Seite zum Innovationsfonds.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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