Kurz, kreativ und interaktiv

Waren Sie von diesem Ergebnis überrascht?

Daniel Hoersch: Von der Eindeutigkeit der Ergebnisse sehr. Vor allem hat uns überrascht, dass mehr als zwei Drittel durch die Corona-Krise „digitalisiert“ wurden und darüber hinaus angaben, dass sie die digitalen Verkündigungsformate nach dem Lockdown fortführen wollen. Wir werden es also mit beiden und Mischformen der Verkündigung in Zukunft vermehrt zu tun haben.

Wie schätzen Sie die Qualität dieser Angebote an? Welche Möglichkeiten haben sich mit dem digitalen Angebot ergeben, die es in analogen Gottesdiensten nicht gibt?

60 Prozent der Angebote waren in Summe Andachten und andachtsähnliche Formate. Das heißt die evangelischen Kirchen sind in der Logik und Kultur der Digitalität angekommen: kurz, kreativ und interaktiv. Das, was der analoge Gottesdienst in dieser Weise bisher sicher nicht bietet.

Welche Rückschlüsse ziehen Sie aus diesen Erfahrungen für künftige Gottesdienste vor Ort?

Es hat einen Digitalisierungsschub gegeben während der Corona-Krise, der nachhaltiger Natur ist. Digitale Verkündigungsformate fördern das Priestertum aller Gläubigen. Sie sind eine Teamleistung mit einem nicht unerheblichen Beitrag der Engagierten und Ehrenamtlichen vor Ort.

Digitalität fordert die Verkündigung heraus. Theologische Grundsatzfragen kommen auf die Tagesordnung, Kirchen- und Gemeindebilder, Fragen der Gottesdienstordnung, des Miteinander der Professionen und des Ehrenamtes werden diskutiert werden müssen.

Weitere Informationen auf der Webseite der Evangelischen  Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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