Tobias Bilz zum sächsischen Landesbischof gewählt

Lang anhaltender Applaus der Synodalen

Synodalpräsident Otto Guse sieht in dem Wahlergebnis ein klares Signal. „Die Landessynode hat ganz deutlich gemacht, wir wollen zusammenbleiben, wir wollen einem Menschen das Mandat erteilen und der soll mit uns und für uns die Landeskirche führen“, sagte Guse. Tatsächlich war in dem langanhaltendem Applaus der Synodalen nach dem Wahlsieg eine Erleichterung zu spüren. 

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) betonte in seiner Gratulation: „Die Kirchen sind in unserem Land wichtige Orte für Orientierung und Zusammenhalt.“ Gebraucht würden „Kirchen, die mit Einheit und Stärke überzeugend unsere Werte und gesellschaftlichen Grundlagen vertreten und verteidigen“, sagte er. 

Zu seinem Amtsvorgänger sagte der designierte Bischof: Rentzing bleibe Pfarrer der Landeskirche und werde dort einen Platz haben. Der ehemalige Bischof ist derzeit im sogenannten Wartstand. Am 7. März will er auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Bekenntnisgemeinschaft Sachsens e.V. einen Vortrag in Ottendorf-Okrilla bei Dresden zur „aktuellen Lage der Kirche“ halten. 

Die Neuwahl war nach dem überraschenden Rücktritt von Landesbischof Carsten Rentzing (52) im Herbst 2019 notwendig geworden. Bei der Abstimmung am Samstag lag die Plauener Superintendentin Ulrike Weyer (46) mit 16 Stimmen auf Platz zwei. Für den Meißener Superintendenten Andreas Beuchel (56) stimmten 15 Synodale. Bilz war bereits bei der Bischofswahl 2015 angetreten und unterlag damals nach sechs Wahlgängen nur knapp Carsten Rentzing. 

Der evangelische Landesbischof wird für zwölf Jahre gewählt. Er bekleidet das höchste geistliche Amt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Die Synode ist das gesetzgebende Organ der sächsischen Landeskirche und tagt in der Regel zweimal im Jahr in Dresden. Sie vertritt in Sachsen rund 677.000 evangelisch-lutherische Christen. 


Die Einführung des neuen Landesbischofs findet am Samstag, 25. April, 12 Uhr in der Dresdner Kreuzkirche statt.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
Bitte lesen Sie den ganzen Text auf der Originalseite des Feeds – zur Quelle

Schreibe einen Kommentar