Jung: Aggressionen gegen Kirchenvertreter im Netz nimmt zu

Jung sagte weiter, er habe vor allem Beschimpfungen und Drohungen erhalten, als er sich für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare eingesetzt habe: „Es gab viele aggressive Mails, bis hin zu persönlichen Verfluchungen“. Die Kirche versuche dann in der Regel, Kontakt zum Absender aufzunehmen und sachlich zu antworten. Aber wenn deutlich werde, dass es sich um „Textbausteine aus einer gesteuerten Kampagne“ handele, mache das keinen Sinn. Bei schweren Fällen prüfe die Kirche juristische Schritte, auch bei Drohungen gegen Mitarbeiter.

Die Zunahme aggressiver Zuschriften führt der Kirchenpräsident auf ein „verändertes Diskussionsklima“ zurück. „Für viele gibt es nur noch ein Entweder-Oder“, so Jung. Eine aggressive politische Debatte, die besonders von Rechtspopulisten angestachelt worden sei, habe neue Tore aufgestoßen. Aufregungen im Internet bekämen immer dann ein besonderes Gewicht, wenn sie auch von „klassischen Medien“ weitergetragen würden. Medien müssten daher das richtige Maß finden „auszuwählen, was wirklich wichtig ist“.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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