Angebot an Bio-Christbäumen steigt

„Allerdings tut sich seit fünf, sechs Jahren was in Deutschland“, sagt Fenner. Die Produzenten bauten mehr Bio-Bäume an und böten sie nach sieben oder acht Jahren Wachstum zum Selberschlagen oder direkt ab Hof an. Auch Baumärkte hätten immer häufiger Christbäume mit einem Siegel anerkannt ökologisch wirtschaftender Betriebe wie Naturland, Bioland oder Demeter im Sortiment. Die gleichen Qualitätsstandards erfüllten auch Bäume aus zertifizierten Forstbetrieben oder mit dem Bio-Siegel der Europäischen Union. 

Nach einer Erhebung von Robin Wood ist die Zahl der Verkaufsstellen von Öko-Christbäumen in Deutschland seit 2010 von 55 auf 733 gestiegen. Auch die Zahl der Produzenten wächst: Zurzeit listet Robin Wood bundesweit 85 auf, im vergangenen Jahr waren es erst 75. Demnach sind Bayern und Nordrhein-Westfalen die Bundesländer mit dem größten Angebot.

Reinhard Rausch aus Grebenhain im Vogelsberg ist einer von zwei Hessen, die Öko-Christbäume kultivieren. Seine Nordmann-Tannen verkauft der Nebenerwerbs-Forstwirt auf seinem Hof im großen Freundes- und Bekanntenkreis, außerdem werden sie in einem örtlichen Bioladen angeboten.

Shropshire-Schafe als Rasenmäher

Die Bedingungen auf seiner Plantage auf rund 500 Meter Höhe sind gut. „Jährlich fällt in der Region zwischen 1.100 und 1.200 Millimeter Niederschlag“, sagt Rausch. „Außerdem trägt der Basaltverwitterungsboden dazu bei, dass meine Setzlinge, die in einer Darmstädter Baumschule biologisch gezogen wurden, gut gedeihen.“

Auf Chemiecocktails verzichtet Rausch aus tiefster Überzeugung. Als Rasenmäher und Unkrautvernichter setzt er neben einer Sense vor allem seine zehn Shropshire-Schafe ein. Die mittelgroßen, kräftigen Tiere mit ihren Wollköpfen stammen aus der gleichnamigen englischen Grafschaft an der Grenze zu Wales. Sie eignen sich hervorragend für Christbaumkulturen, da sie die kleinen Bäumchen nicht verbeißen oder schälen und auch die jungen Knospen ungeschoren lassen.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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