Der Weg des Smartphones

Immerhin hat 2017 die EU eine Verordnung über Konfliktmineralien verabschiedet, die Unternehmen in die Pflicht nimmt: Ab 2021 müssen Unternehmen nachweisen, dass in ihren Produkten verwendetes Zinn, Wolfram, Tantal und Gold nicht aus Minen kommen, die Konflikte finanzieren.

Verarbeitung

Die einzelnen Bestandteile eines Smartphones legen weite Wege zurück, bevor sie als Telefon im Laden liegen. Bereits Rohstoffabbau und Produktion belasten die Umwelt so sehr wie die spätere Nutzung und anschließende Entsorgung: „Die Herstellung des Geräts ist für 50 Prozent der negativen Umweltauswirkungen verantwortlich“, schätzt Sven Hilbig, Referent für Welthandel und globale Umweltpolitik beim Hilfswerk Brot für die Welt.

Einen Großteil der Geräte, die in Deutschland verkauft werden, produzieren Arbeiterinnen und Arbeiter in China. Oft unter schlechten bis menschenverachtenden Bedingungen: in überlangen Arbeitszeiten, mit monotonen Arbeitsabläufen, angestellt bei Zeitarbeitsfirmen. Wie oft beim Rohstoffabbau ist auch hier das Problem, dass Teile der Produktion an Subunternehmer ausgelagert werden, die dann wiederum einzelne Schritte an kleine Fabriken abgeben. Je komplexer die Lieferkette, desto schwieriger sind die tatsächlichen Produktionsbedingungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch Auftraggeber, überprüfbar.

Nutzung

Werbung und Mobilfunkverträge sind darauf ausgelegt, dass immer mehr Geräte in den Umlauf kommen. Jedes Jahr bringen große Hersteller neue Versionen ihrer Produkte auf den Markt. Viele Unternehmen bauen Smartphones zudem so, dass man sie nicht reparieren kann und dass nach ein paar Jahren keine Updates mehr installiert werden können. Geplante Obsoleszenz heißt das, geplante Unbrauchbarkeit. 

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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