20 Jahre Ziviler Friedensdienst

Am 22. November vor 20 Jahren reisten die ersten Fachkräfte mit diesem vom Bundesentwicklungsministerium finanzierten Programm in ihre Partnerländer. Es war die Zeit nach den Jugoslawien-Kriegen und des Genozids in Ruanda. Damals hatte sich gezeigt, dass ethnische, politische und religiöse Konflikte nicht allein militärisch zu lösen sind. Im Gegenteil: Kriege führten in erster Linie zu weiterer Gewalt. Um Prozesse der friedlichen Überwindung von Konflikten anzuschieben und dauerhaft zu stärken, entwickelten die Bundesregierung und ihre Partner das ZFD-Programm.

„Erfolgsmodell der Kooperation von staatlichen und nichtstaatlichen Trägern“

Gemeinsam mit lokalen Akteuren der Zivilgesellschaft unterstützen seither Fachkräfte Projekte, die mit zivilen Mitteln sozialen Wandel voranbringen und Gewalt eindämmen sollen. Sie vermitteln zwischen verfeindeten Gruppen, helfen bei der Vergangenheitsaufarbeitung, bilden Medienschaffende aus, unterstützen traumatisierte Verbrechensopfer oder begleiten Menschenrechtsaktivisten. Seit 1999 waren rund 1.400 Fachkräfte in knapp 60 Ländern tätig.

„Der ZFD gilt als Erfolgsmodell der Kooperation von staatlichen und nichtstaatlichen Trägern der Entwicklungs- und Friedensarbeit“, resümiert das Entwicklungsministerium. Das 20-jährige Bestehen feiert das Ministerium mit einer Veranstaltung am 4. und 5. Dezember in Berlin.

Dabei ist auch Aluna-Leiterin Correa, deren Organisation mit „Brot für die Welt“ kooperiert. Sie wird darüber berichten, wie Aluna Spielräume öffnet, damit Menschenrechtsverteidiger auch unter schwierigsten Bedingungen agieren können. Dabei gehe es um kleine Schritte und langfristige Prozesse, betont ihre Kollegin Grasso: „Dass Fray Matías trotz der sich immer weiter zuspitzenden Lage überhaupt noch arbeitet, ist schon ein großer Erfolg.“

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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