„Orgel des Monats November 2019“ in Hörnerkirchen

Seltenes Instrument des Übergangs

Die Sauer-Orgel in der Christusgemeinde im schleswig-holsteinischen Hörnerkirchen könnte zum diesjährigen Weihnachtsfest wieder erklingen. Derzeit wird das denkmalgeschützte Instrument, das die Stiftung Orgelklang zur „Orgel des Monats November 2019“ gewählt hat, noch in der Giengener Orgelmanufaktur restauriert. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründete Stiftung fördert das Projekt mit 4.000 Euro.

Die 1936 als opus 1547 der Firma Sauer in Frankfurt an der Oder erbaute Orgel zählt technisch noch zu den romantischen Werken, im Klang aber war sie schon von den damals neuen neobarocken Idealen geprägt. „Original erhaltene Orgeln aus der Zeit des Übergangs zwischen Romantik und Neobarock dieses Typs haben wir fast keine“, heißt es im Gutachten des zuständigen Orgelfachmanns, der die Sanierung empfohlen hat.

Das Repertoire des Instruments wurde zuletzt immer eingeschränkter. Verschlissene Windladen und Taschen führten zu Heulern, die Windversorgung war schwankend, die Orgel stark verschmutzt. Inzwischen ist der Balg erneuert, ebenso wie Taschen. Es fehlt noch die Elektrik, die rund um den Spieltisch erneuert werden muss.

Knapp 110.000 Euro wird die Instandsetzung des Instruments kosten. Das auf der Website der Christusgemeinde abgebildete Spendenbarometer zeigt einen Stand von mehr als 26.000 Euro. „Besonders erfolgreich war unsere Taschen-Aktion“, erinnert sich Kantorin Monika Glindmeier: „Beim letzten Erntedankfest konnte jeder sich für 20 Euro eine Umhängetasche selbst bemalen, das haben sehr viele getan.“

Die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) präsentiert in jedem Monat eine „Orgel des Monats“. In diesem Jahr fördert sie 14 Projekte in einem Gesamtumfang von 59.000 Euro. Seit 2010 hat sie 187 Förderzusagen über mehr als 1,3 Millionen Euro gegeben. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.stiftung-orgelklang.de.

Hannover, 15. November 2019

Pressestelle der EKD

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Presse ( http://www.ekd.de/rss/presse.xml)
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