Reformation mit Wort, Wurst und Schwert

Zwinglis Reformation beginnt mit dem Wort. Er liest die Messe auf Deutsch und predigt auch über das Evangelium in dieser Sprache – nicht in Latein, wie es die Liturgie eigentlich vorschreibt. Das löst bei vielen Bürgern der Stadt Irritationen aus, aber auch Zustimmung. Und es wird nicht die einzige Neuerung bleiben, die Zwingli der Gemeinde beschert. So spricht er sich gegen das Söldnertum aus, aber auch gegen das von der Kirche verhängte Fastengebot.

Später lautet der Vorwurf: Ketzerei

Er übersetzt die Bibel in die schweizerdeutsche Amtssprache. Wir kennen sie heute als die „Zürcher Bibel“. Zuerst rät die Obrigkeit in Gestalt von Johannes Faber, des Gesandten des Bischofs von Konstanz, nur zur Mäßigung: „Der Bischof findet das nicht mehr lustig.“ Später lautet der Vorwurf: Ketzerei.

Der Schweizer Regisseur Stefan Haupt und Drehbuchautorin Simone Schmid haben die wichtigen Reformen Zwinglis und seine theologischen Streitpunkte so in ihren Film verwoben, dass es nie aufdringlich oder aufgesetzt wirkt. „Zwingli – Der Reformator“ ist auch ein historischer Bilderbogen, der uns die frühe Neuzeit mit ihrem Dreck, ihren Krankheiten, ihren Klassenunterschieden und ihren drakonischen Strafen nahebringt, meist in matten und düsteren Farben fotografiert von der Kamera von Michael Hammon. Sechs Millionen Franken hat der Film gekostet, eine der teuersten Schweizer Produktionen überhaupt – und mit einer Viertelmillion Besuchern in der Deutschschweiz auch eine der erfolgreichsten.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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