Hoffnungszeichen für den ökumenischen Dialog

Leitender Bischof der VELKD zum 20-jährigen Jahrestag der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“

Zum Reformationstag und dem 20-jährigen Jahrestag der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ äußert sich der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Ralf Meister (Hannover), wie folgt:

„Die ‚Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre‘, unterzeichnet am Reformationstag 1999 vom Lutherischen Weltbund und der römisch-katholischen Kirche, ist ein Hoffnungszeichen für den ökumenischen Dialog. Nach den Verwerfungen der Reformationszeit und den jahrhundertelang getrennten Wegen der Kirchen konnte durch intensive theologische Auseinandersetzungen über ein Kernstück des christlichen Glaubens, nämlich die Frage nach der Stellung des Menschen vor Gott, ein Konsens gefunden werden. Die ‚Gemeinsame Erklärung‘ ist ein Lehrstück, wie Konflikte aus der Vergangenheit im Dialog neu bewertet werden können. Fünf weltweite Kirchen erkennen die ‚Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre‘ inzwischen an: der Lutherische Weltbund, die römisch-katholische Kirche, der Weltrat Methodistischer Kirchen, die Anglikanische Kirchengemeinschaft und die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen.

Dass der Reformationstag mittlerweile in vielen Bundesländern Feiertag ist, zeigt, dass die Entdeckungen der Reformatoren bis heute Menschen über die Grenzen von Konfessionen hinweg in der Erinnerung an ihre Wurzeln miteinander verbinden können. Die ‚Gemeinsame Erklärung‘ erinnert daran, dass der Reformationstag kein evangelischer Feiertag ist, sondern ein Tag der Ermutigung zum Dialog, der auch den Streit um die Wahrheit nicht scheuen darf.“

Hannover, 28.10.2019

Pressestelle der VELKD
Henrike Müller

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Presse ( http://www.ekd.de/rss/presse.xml)
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