SPD-Politiker und engagierter Protestant Erhard Eppler gestorben

Politik würdigt Eppler als wichtigen Vordenker

Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende in Baden Württemberg, Andreas Stoch, sagte, Eppler sei „eine herausragende Persönlichkeit der Sozialdemokratie, im Bund und in Baden-Württemberg“. Sein Wertefundament und seine Prinzipientreue blieben wegweisend. Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, nannte Eppler einen „Vordenker der Sozialdemokratie“, der sich mit großer Leidenschaft für die Entspannungspolitik und die Versöhnung sowie für den Dialog mit Russland eingesetzt habe.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte den Verstorbenen als „großen Sozialdemokraten und einen wichtigen Vordenker der Gesellschafts-, Umwelt- und Friedenspolitik.“ Eppler sei „ein großer Denker und wunderbarer Lehrer“ gewesen, schrieb Steinmeier in einem Kondolenzschreiben an die Witwe.

„Erhard Eppler war und bleibt ein großer Vordenker und Gestalter deutscher Entwicklungspolitik“, erklärte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Sein Vermächtnis zum Schutz globaler Güter und zur Umsetzung einer globalen Verantwortungsethik bleibe ein besonderer Auftrag für die heute Verantwortlichen.

Für Frieden und ökologische Politik engagiert

Schon in den 70er Jahren trat Eppler unter dem Motto „Ende oder Wende“, so einer seiner Buchtitel, für eine ökologische Politik ein und beschrieb Grenzen des Wachstums. In den 80er Jahren war er Gegenspieler von Helmut Schmidt (SPD). Während sich Schmidt als „Verantwortungsethiker“ für die Nachrüstung mit Atomraketen einsetzte, engagierte sich Eppler in der Friedensbewegung.

Eppler wurde 1926 in Ulm geboren und entstammte einem protestantischen Elternhaus. Die Mutter war Tochter eines liberalen württembergischen Pfarrers, der Vater ein Anhänger des linksliberalen Politikers und Pfarrers Friedrich Naumann.

Auch ohne Amt übte Eppler öffentlichen Einfluss aus. So setzte er sich als Autor in Aufsätzen und Büchern mit dem Problem zerfallender Staaten, der Privatisierung öffentlicher Aufgaben, der Macht der Finanzmärkte und der Ohnmacht der Staaten auseinander.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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