Fotograf Sebastião Salgado erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Sein Ziel: Aufforstung mit 150 Millionen Bäumen

Salgado und seine Frau kehrten nach Brasilien zurück mit dem Anliegen, die Natur zu heilen. Sie hätten begonnen, 2,5 Millionen Bäume auf dem durch Landwirtschaft zerstörten Farmland seines Vaters zu pflanzen und den Regenwald wieder aufzuforsten. Inzwischen seien die vor 50 Jahren verschwundenen Jaguare zurückgekehrt, und 170 Vogelarten lebten wieder in dem Gebiet. Sein Ziel sei nun, die ganze Region in einer Größe von Portugal mit 150 Millionen Bäumen aufzuforsten und 370.000 Wasserquellen in dem vertrockneten Gebiet wieder zum Sprudeln zu bringen.

In seinem „Instituto Terra“ würden Studenten dazu ausgebildet. Organisationen wie der World Wildlife Fund oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) unterstützten das Vorhaben. „Wir können den Planeten zerstören, aber er wird nicht sterben“, sagte der Preisträger. „Vielleicht wirft er uns Menschen raus.“ Salgado appellierte: „Wir müssen die Natur regenerieren und schützen, was noch da ist.“

Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller, begründete die erstmalige Wahl eines Fotografen zum Friedenspreisträger damit, dass Salgado seit mehr als 40 Jahren zu Themen arbeite, die die Menschheit bewegten: Klima, Naturzerstörung, Migration, Arbeitsbedingungen. Salgado rufe dazu auf, die Schönheit der Welt zu bewahren und den Lebensstil zu ändern.


Der mit 25.000 Euro dotierte Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 20. Oktober in der Paulskirche verliehen. Der Filmregisseur Wim Wenders hält die Laudatio. Wenders porträtierte Salgado in dem für den Oscar nominierten Dokumentarfilm „Das Salz der Erde“ (2014). Die Verleihung wird live im ZDF übertragen.

Zu den von Salgado veröffentlichten Bildbänden gehören „Gold“ (1986, neu 2019), „Migration“ und „The Children: Refugees and Migrants“ (deutsch: „Kinder der Migration“) (beide 2000) und zur Landschaftsfotografie „Africa“ (2007) und „Genesis“ (2013), letzterer widmet sich auch isoliert lebenden Menschen aus ursprünglichen Kulturen.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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