Beate Hofmann als neue Bischöfin von Kurhessen-Waldeck ins Amt eingeführt

Zu den Grundüberzeugungen der Kirche gehöre es, dass Herkunft, Ausbildung und Kontostand keine Rolle spielten, betonte Hofmann. Christen hätten die Aufgabe, ihre Nächsten in der Nähe und in der Ferne zu lieben. Dazu gehöre es, Menschen würde- und respektvoll zu behandeln und Menschen aus dem Meer zu retten, die auf der Flucht vor Krieg und Armut seien. Aber auch Besuche bei denen, die keine Familie mehr hätten oder der Unterhalt diakonischer Einrichtungen, in denen Menschen gut gepflegt würden, gehörten dazu.

Im Umgang mit Macht sei Demut eine wichtige Tugend, fuhr Hofmann fort. Macht müsse als Gestaltungsmacht verstanden werden, es gehe nicht darum, sich groß und wichtig zu fühlen. „Demütig mit Macht umgehen, das bedeutet für mich: Das tun, was mir und uns am sinnvollsten erscheint“, sagte sie. Da der Mensch aber nicht vollkommen sei, könnten auch Fehler passieren. „Ich hoffe, dass wir das auch untereinander aushalten und uns nicht vorhalten, dass wir nicht perfekt sind“, sagte sie.

Bedford-Strohm: Frischer Blick auf kirchliche Strukturen

Zuvor hatte Bedford-Strohm auf die vielfältigen Erfahrungen hingewiesen, die Hofmann aus ihrem akademischen und beruflichen Leben mitbringe. Sie komme mit einem frischen Blick auf kirchliche Strukturen, Themen und Prozesse in das bischöfliche Amt. Bedford-Strohm würdigte den scheidenden Bischof Hein als klugen und scharfsinnigen Theologen und als „Mann der Ökumene“. Er habe „viele Segensspuren“ hinterlassen.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bezeichnete in einem Grußwort den scheidenden 65 Jahre alten Bischof Hein als einen der profiliertesten Köpfe der evangelischen Kirche in Deutschland. Es sei eine Weichenstellung, dass nun erstmals mit Beate Hofmann eine Frau Bischöfin der kurhessischen Kirche werde. Der Ministerpräsident von Thüringen, Bodo Ramelow (Linke), sagte, dass Kirche und Staat auch weiterhin zusammen wachsam sein müssten, damit Dinge wie der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke nicht Normalität würden.

Zu dem Gottesdienst waren zahlreiche Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft erschienen. Die Feier wurde live vom Hessischen Rundfunk im Fernsehen übertragen.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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