Ungewöhnliche Särge aus Ghana

Im Dezember 2018 habe man überraschend eine Schenkung von 28 dieser in Ghana gefertigten Särge bekommen, erläutert Gerold Eppler, stellvertretender Museumsleiter und Mitkurator der Ausstellung. „Eigentlich hatten wir unser Ausstellungsprogramm für 2019 schon geplant, doch die zahlreichen positiven Reaktionen auf unserer facebook-Seite zu dieser Schenkung haben uns dann umdenken lassen“, sagt er.

Je höher der gesellschaftliche Rang, desto größer das Fest zur Beerdigung

Neben den schon erwähnten „christlichen“ Särgen gibt es (fast) jede erdenkliche Sargform: vom Lkw über ein Flugzeug, eine Chilischote, eine Henne bis hin zum Sportschuh. „Damit wird darauf hingewiesen, womit der Verstorbene seinen Lebensunterhalt verdient hat“, sagt Mitkuratorin Ulrike Neurath.

Obwohl die meisten Ga Christen seien, habe sich der Ahnenkult noch vielfach erhalten. So würden aufwendige Begräbnisfeiern mit oft mehreren hundert Gästen organisiert, um den Verstorbenen günstig zu stimmen. Dieser habe nämlich im Ahnenreich durchaus die Möglichkeit, im Diesseits noch ein Wörtchen mitzureden. Eine prunkvolle Feier sei da auf jeden Fall kein Fehler.

Die etablierte Kirche in Ghana allerdings lasse es nicht zu, dass die bunten Särge in ihre Räume hineinkämen, sagt Neurath. Nur explizit „christlichen“ Särgen, also etwa in Form einer Bibel oder einer Kirche, werde Einlass gewährt. In den anderen Fällen führe der Pfarrer die Zeremonien im Haus des Verstorbenen und auf dem Friedhof aus.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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