Immer in Bewegung – Special Olympics Siegerin Isabelle Schildheuer

Sich bewegen, auspowern und dabei eine Menge Spaß haben. Das ist wichtig für Isabelle Schildheuer. Und das obwohl – oder gerade weil – sie mit einer Einschränkung lebt. Aufgrund eines Tremors zittern Isabelles Hände. Weil sie zusätzlich eine psychomotorische Entwicklungsstörung hat, wird die 22-Jährige mit dem Behinderungsgrad 60 eingestuft. Und trotzdem packt sie ihr Leben mutig an.

Isabelle arbeitet für die Johanniter im Marienhospital in Stuttgart als Patientenbegleitdienst. Das heißt sie ist dafür zuständig, die Patienten sicher zum OP und wieder zurückzubringen. Außerdem transportiert sie Blutkonserven. Ihre positive und kommunikative Art kommt bei Patienten wie Kollegen gut an.

Aber im Beruf ständig in Bewegung zu sein ist für die Stuttgarterin noch nicht genug. Ihr größtes Hobby ist das Kajakfahren. Über den Caritasverband Stuttgart wurde Isabelle Kanutin für die Kanu Gesellschaft Stuttgart e.V. – und das sehr erfolgreich. So erfolgreich, dass sie im März mit ihrer Partnerin Caroline Flegel bei den Special Olympics World Games in Abu Dhabi teilgenommen hat. Das Ergebnis: Olympisches Silber und Gold!

Es ist, als würde Isabelle sich gerade die Dinge aussuchen, die schwierig für sie sein könnten – und in denen blüht sie dann so richtig auf. Wie beim Schlagzeug spielen zum Beispiel. Menschen, die wie sie eine Einschränkung haben, möchte Isabelle Mut machen Neues auszuprobieren und sich von nichts aufhalten zu lassen.

Inklusion im Sport

Der Treffpunkt, Caritasverband für Stuttgart und die Kanu Gesellschaft Stuttgart arbeiten schon seit 25 Jahren zusammen, um solche Projekte wie den sogenannten „Unified-Zweier“ zu realisieren. Dieser Zweier setzt sich aus jeweils einer Kanutin mit und einer ohne Behinderung zusammen. Ein inklusiver Ansatz, bei dem Hemmschwellen abgebaut werden sollen.

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