Volker Jung: „Kirche und Sport sind natürliche Verbündete“

Abschlussgottesdienst im Stadion

Auch die beiden evangelischen Landeskirchen in Hessen und der Verein Eintracht Frankfurt könnten noch stärker als bisher kooperieren, sagte Jung. Im Blick auf den Ökumenischen Kirchentag 2021 sei zum Beispiel denkbar, den Abschlussgottesdienst in der Commerzbank-Arena auszurichten. Der Eintracht-Frankfurt-Fan, Langstreckenläufer und Radfahrer Jung regte ferner an, künftig beispielsweise auch darüber nachzudenken, wie über Religionsgrenzen hinweg Zusammenarbeit möglich sein kann. Er schlug eine interreligiöse Fußballmannschaft mit Christen, Juden und Muslimen vor.

Das Vorstandsmitglied der Frankfurter Eintracht, Axel Hellmann, sagte bei der Präsentation der Broschüre, er freue sich, wenn der Abschlussgottesdienst des Kirchentags 2021 im Stadion gefeiert werden könne. Zudem regte er an, die „Eintracht-Volunteers“ dem Kirchentag für Servicedienste und die etwa 300 Übungsleiter für Bewegungstrainings zur Verfügung zu stellen.

Kirchen können „emotionale Kraft des Sports“ nutzen

Hellmann bezeichnete eine offene Grundhaltung in Fragen des Glaubens oder der Kultur als unabdingbar im Sport. Gerade im Profibereich könne es nichts anderes als „Weltoffenheit und Toleranz“ geben. Hellmann und Jung waren sich auch darüber einig, dass Rassismus und Antisemitismus im Fußball nichts zu suchen haben. Dazu müssten die Profivereine dies aber noch mehr als bisher „klar benennen und brandmarken“, sagte Hellmann.

Der Jurist plädierte auch dafür, mehr „Berührungspunkte zwischen Profisport und Kirche“ zu schaffen. Kirchen könnten die „emotionale Kraft des Sports“ in den Stadien, die „Kathedralen der Moderne“ seien, nutzen, um sich einzubringen. Inklusion und das Engagement für Schwächere einten zudem Vereine und Gemeinden.

Broschüre mit Praxisbeispielen gelungener Zusammenarbeit

Die Broschüre mit dem Titel „Zwischen Himmel und Erde bewegen“ hat nach Angaben von EKHN-Sprecher Volker Rahn rund 6.000 Euro gekostet. „Zwischen Himmel und Erde bewegen“ berichtet auf 36 Seiten von 16 gelungenen Beispielen der Zusammenarbeit von kirchlicher Arbeit und Sport. Im Fokus stehen etwa die Arbeit von Stadionpfarrer Eugen Eckert in der Kapelle der Commerzbank-Arena, die ökumenischen Gottesdienste vor dem Public Viewing in der Arena oder zum Stadtmarathon, der „Lauf gegen Rechts“ oder der „Konficup“ in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).


Die Broschüre „Zwischen Himmel und Erde bewegen“ wurde vom Medienhaus der EKHN produziert und geht bis Ende September an Gemeinden und Einrichtungen von EKHN und EKKW. Zusätzliche Exemplare können bestellt werden per Mail an: info@ekhn.de

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
Bitte lesen Sie den ganzen Text auf der Originalseite des Feeds – zur Quelle

Schreibe einen Kommentar