„Wir können nicht schweigen“

Der Einsatz der IFI für die Menschenrechte der Minderheiten auf Mindanao hat dazu geführt, dass Bischof Ablon selbst seit Anfang des Jahres verstärkt Opfer von Verleumdungen und Morddrohungen ist. Im vergangenen halben Jahr wurden einige seiner Mitstreiter für die Einhaltung von Menschenrechten in Mindanao erschossen. „Indem ich meine Geschichte hier in Deutschland erzähle, bin ich mit den Ureinwohnern in meiner Heimat verbunden. Wenn ich höre, dass sie vertrieben und getötet werden, während ich in Deutschland bin, verstört mich das sehr.“

„In meine Diözese kann ich nicht zurückkehren“

Auf seiner Reise hat Bischof Ablon auch im Kirchenamt der EKD in Hannover Station gemacht. Er wird auch in Berlin von seinen Erfahrungen erzählen, denn die Bundesregierung wird sich im Oktober mit der Menschenrechtssituation in den Philippinen genauer beschäftigen. Auf die Frage, wie es sein wird, wenn er zurückkehrt, antwortet er: „In meine Diözese kann ich nicht zurückkehren, das ist zu gefährlich.“ Doch habe im August eine Delegation vom Ökumenischen Rat der Kirchen die bedrohte Region besucht. Solche Besuche können helfen, davon ist Bischof Ablon überzeugt.

Die Philippinen haben die internationalen Abkommen zum Schutz der Menschenrechte zwar unterzeichnet, sie werden aber nicht zuverlässig eingehalten. Wer sich für die Menschenrechte einsetzt – auf Seiten der Kirchen, der Lokalpolitik, der Medien oder Aktivisten vor Ort – geht ein hohes persönliches Risiko ein. Dem Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen (AMP) zufolge, zu dessen Trägern Brot für die Welt, Amnesty International und Misereor gehören, sind willkürliche Verhaftungen, Folter, politischer Mord und Entführungen weit verbreitet.


Weitere Informationen bietet das „Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen“ auf der Website des Asienhauses.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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