Textilien mit staatlichem Gütesiegel „Grüner Knopf“ ab sofort im Handel

Aktuell können 27 Unternehmen Produkte mit dem neuen Siegel verkaufen

70 Unternehmen haben laut Minister Müller bislang ihr Interesse an dem Siegel bekundet. 27 von ihnen können ab sofort Produkte verkaufen, die damit ausgezeichnet sind. Dazu gehören die Discounter Aldi und Lidl, die Firmen Hess Natur und Vaude sowie Rewe und Tchibo. Im Prüfprozess seien unter anderem Hugo Boss und die Otto-Group.

Minister Müller forderte, dass der „Grüne Knopf“ auch bei der öffentlichen Beschaffung zum Maßstab werden müsse, indem die Bundeswehr, die Polizei und Krankenhäuser künftig Textilien verwenden, die staatlich ausgezeichnet sind. Noch sei man aber weit davon entfernt, räumte er ein.

Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht

Der Starttermin für das Siegel hatte sich immer wieder verzögert. Das Ministerium begründete das damit, dass immer mehr Unternehmen Interesse bekundet hatten. Bei denen muss zunächst noch überprüft werden, ob sie die Kriterien erfüllen. Die Einführungsphase ist daher bis Ende Juni 2021 vorgesehen.

Menschenrechtler kritisieren den „Grünen Knopf“, der auf Freiwilligkeit setzt, als unzureichend und fordern eine gesetzliche Regelung. Diese steht allerdings frühestens für das nächste Jahr an: Die Bundesregierung befragt derzeit 1.800 deutsche Unternehmen zur Einhaltung menschenrechtlicher Standards bei der Produktion im Ausland. Grundlage ist der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte, der Folgendes vorsieht: Wenn weniger als die Hälfte der Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten bis 2020 der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nicht nachkommen, wird „die Bundesregierung weitergehende Schritte bis hin zu gesetzlichen Maßnahmen prüfen“.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
Bitte lesen Sie den ganzen Text auf der Originalseite des Feeds – zur Quelle

Schreibe einen Kommentar