Kirche auf der Straße – mit Missionshund und Bollerwagen

Sie initiiert Kochtreffs, Spielzeiten und Bastelaktionen. Sie bietet Räume an, Gesprächsräume: „Unterwegs sein, nach den Bedürfnissen der Nachbarn im Quartier fragen, mit Menschen reden, das ist mir wichtig“, sagt die Pastorin, die hin und wieder einfach Tische auf die Wiese in Riensförde stellt und zur „Brotzeit“ einlädt: gemeinsames Abendbrot verbunden mit entspanntem Klönschnack. „Da entsteht Nachbarschaft“, ist Ulrich überzeugt.

So unterschiedlich die Projekte sind, so gleichen sie sich doch im Kern in vier Punkten. „Sie wenden sich an Menschen, die nicht oder kaum in die Kirche kommen, richten sich an ihren Bedürfnissen aus, wollen lebensverändernd und gemeinschaftsbildend wirken“, erläutert Birgit Dierks, Geschäftsführerin des deutschen „Fresh X“-Netzwerkes mit Sitz in Berlin. Insgesamt lässt sich sagen: Der missionarische Impuls ist Teil der gemeinsamen DNA. „Sie bewegen sich auf Menschen zu, die noch nicht glauben“, formuliert es der Greifswalder Professor Herbst.

Hingehen, da sein und hören, was anliegt natürlich mit Schepsi

Sie wolle dabei niemanden bedrängen oder bekehren, betont Ulrich. Stattdessen teilt sie ihr Leben mit den Menschen in Riensförde, wohnt dort in einem Reihenhaus, will unvoreingenommen auf Menschen zugehen und so zeigen, wie sie ihren Glauben lebt: offen und zugewandt. Für Pastor Barry Sloan, „Fresh X“-Aktivist der methodistischen Kirche, sind das wichtige Voraussetzungen für einen nächsten Schritt: „Wenn dann Fragen aufkommen, kann man aufrichtig von seinem Glauben erzählen, ohne dass es im schlechten Sinne missionarisch wirkt.“

In Deutschland beteiligen sich landeskirchliche, freikirchliche und katholische Initiativen am „Fresh X“-Netzwerk. Das Stader Modellprojekt begann 2017 und ist zunächst bis 2021 befristet. Die verbleibende Zeit will Ulrich weiter nutzen, um „hinzugehen, da zu sein und zu hören, was anliegt“. Natürlich mit Schepsi. Und mit ihrem Bollerwagen, ergänzt sie, „mit Kaffee im Gepäck und der Hoffnung, dass es nicht regnet.“

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
Bitte lesen Sie den ganzen Text auf der Originalseite des Feeds – zur Quelle

Schreibe einen Kommentar