Präses Kurschus würdigt Flüchtlingshilfe italienischer Protestanten

Bestandteil des Projekts „Mediterranean Hope“ der evangelischen Kirchen in Italien (FCEI) ist unter anderem ein „Haus der Kulturen“ auf Sizilien, in dem vor allem unbegleitete jugendliche Flüchtlinge und alleinreisende Frauen mit Kindern Aufnahme und Beratung erhalten. Auf der Insel Lampedusa unterhält das Projekt eine Beobachtungsstelle für Migrationsfragen im Mittelmeerraum. Die „humanitären Korridore“ beruhen auf einer Vereinbarung zwischen evangelischen und katholischen Kirchen und dem italienischen Staat, der Visa für eine jeweils begrenzte Zahl besonders gefährdeter Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten erteilt.

Kurschus, leitende Theologin der westfälischen Kirche, würdigte auch den Einsatz von Seenotrettern „für Menschen auf dem Mittelmeer, der tödlichsten Grenze weltweit“. Die Retter ließen sich nicht abschrecken „von einem rechtsradikalen Innenminister, der bereit ist, über Leichen zu gehen, wenn es seinen Machtinteressen dient?“, sagte die Präses mit Blick auf den italienischen Innenminister Matteo Salvini laut einer Mitteilung ihrer Landeskirche. Kurschus kritisierte Rechtspopulisten, die „auf infame Weise“ mit den Zukunftsängsten der Menschen spielten: Minderheiten, Migranten und Flüchtlinge erhielten weder Schutz noch Aufnahme, die Achtung der unverlierbaren Menschenwürde falle „kleinkarierten nationalen Eigeninteressen zum Opfer“.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
Bitte lesen Sie den ganzen Text auf der Originalseite des Feeds – zur Quelle

Schreibe einen Kommentar