Zwischen Theologie und Freizeitindustrie

„Ich will mich an solchen Stellen nicht auf Kirchenstatuten zurückziehen“, erklärt Lampeitl seine Bereitschaft zur Taufe. Um Volkskirche zu bleiben, müsse man auf die Menschen zugehen. Gemeinsam mit seinem katholischen Kollegen Andreas Wilhelm leitet er das ökumenische Projekt „Kirche im Europa-Park“. Zwischen 13 Achterbahnen, Wildwasser-Rafting und 5,6 Millionen Besuchern jährlich bieten sie Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen an.

Shows sind „Kommunikationsangebot“

„Im Alltag haben viele Menschen gar keine Berührung mehr mit Religion, teils fehlt es einfach an Zeit“, sagt Lampeitl, der auch als Musiker bekannt ist. Aber in der Urlaubszeit und an kirchlichen Feiertagen sei die Bereitschaft bei den „fernen Kirchentreuen“ da. Daher haben sie im Park geistliche Angebote. „Wir sehen uns als ein Scharnier zwischen Freizeitindustrie und Kirche“, erklärt er.

Begonnen hat es 2005 mit halbstündigen Theaterstücken zu biblischen Themen. Über Ostern, Pfingsten und Weihnachten laufen die Stücke, wie auch die anderen Shows im Park, im Zwei-Stunden-Rhythmus. „Wir streben aber nicht wie die anderen Shows die höchste Qualität an, sondern sehen die Veranstaltung als Kommunikationsangebot“, erklärt Lampeitl. Und das funktioniert.

Eine Freizeitgemeinde entsteht

Aus den ersten Kontakten zu Besuchern entwickelte sich die Idee, Trauungen anzubieten. Inzwischen geben sich 50 bis 60 Paare pro Jahr im Park das „Ja-Wort“ und lassen meist auch ihre Kinder in der Kapelle im „Santa Isabel“ oder in der Stabkirche im norwegischen Viertel taufen. „Das sind weitere 60 bis 70 Feiern im Jahr, die das Angebot noch bekannter machen“, sagt Lampeitl. Und so füllen sich die Gotteshäuser im Park immer weiter.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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