Religionsvertreter wollen Klimaschutz und Frauenrechte stärken

Um Konflikte zu entschärfen, will die religiöse Nicht-Regierungsorganisation ihre Mitglieder im Konfliktmanagement schulen. „Friedenserziehung von der frühen Kindheit bis zum Erwachsenenalter soll gewalttätige Konflikte verhindern“, heißt es in dem vierseitigen Dokument. Weiter bekennen sich die Vertreter dazu, die Karrieren von Frauen in Institutionen unterstützen zu wollen. Zugleich sollen Frauen als Vermittlerinnen in Konflikten unterstützt werden.

Beratungen zur Situation der Rohingya-Flüchtlinge nicht öffentlich

Zur Situation der Rohingya-Flüchtlinge gab es mehrtätige Beratungen zwischen religiösen Führern aus dem buddhistisch geprägten Myanmar und Bangladesch. Denzil Abel von „Religions for Peace“ in Myanmar sagte, in den Konsultationen sei es gelungen „Irritationen“ aufzulösen. „Wir wollen noch weitere, tiefergehende Beratungen führen“, erklärte er.

Vor zwei Jahren waren Hunderttausende muslimische Rohingya vor Myanmars Armee nach Bangladesch geflüchtet, wo sie seitdem ohne Perspektive ausharren. Die Vertreter äußerten sich nicht zu Ergebnissen aus weiteren nicht-öffentlichen Beratungen zwischen Religionsführern aus Krisenregionen wie Nord- und Südkorea oder dem Kongo. Auch der islamistische Terrorismus im Mittleren Osten und Afrika war Thema der mehrtägigen Beratungen.

Käßmann in „World Council“ gewählt

Die evangelische Theologin Margot Käßmann wird zukünftig eine wichtige Rolle bei Entscheidungen des religiösen Welt-Gipfels übernehmen, teilte eine Sprecherin der Organisation mit. Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist in den aus 80 Mitgliedern bestehenden „World Council“ gewählt worden. Der „World Council“ ist das höchste Beschlussgremium von „Religion for Peace“.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte die Konferenz am Dienstag eröffnet. Steinmeier betonte, die gemeinsame Botschaft von Lindau müsse sein: „Religion darf niemals Rechtfertigung von Hass und Gewalt sein.“

Die Weltversammlung fand erstmals in Deutschland statt, sie tritt etwa alle fünf Jahre zusammen. Teilnehmer berieten, teils hinter verschlossenen Türen, über Konfliktprävention und „gerechte Gesellschaften“.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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