Renke Brahms offiziell in sein Amt eingeführt

In seiner Predigt warnte Brahms laut vorab verbreitetem Redemanuskript vor einer Spaltung der Gesellschaft, vor Geschichtsvergessenheit und Verklärung der Vergangenheit: „Wir müssen aufpassen und uns wehren gegen die Vereinfacher, die, die nur schwarz-weiß kennen.“ Zudem kritisierte er mit Blick auf den aktuellen Wahlkampf in Sachsen und Brandenburg, wo am 1. September neue Landtage gewählt werden, eine Instrumentalisierung der friedlichen Revolution in der DDR durch Rechtspopulisten.

Brahms: Biblische Botschaft wach halten, damit Raum für das Menschliche bleibt

Aufgabe der Kirche sei es, die „biblische, reformatorische Botschaft“ wach zu halten, sagte Brahms weiter. In einer Welt, die so stark von Gewinn- und Verlustrechnungen und vom Leistungsgedanken geprägt sei, „wo nur noch Selbst- und Fremdoptimierung gilt“, bleibe ansonsten kaum Raum für das Menschliche und die Anerkennung des Menschen an sich.

Brahms war bereits seit Februar nebenamtlich Geschäftsführer der Stiftung. Er wurde Mitte Juni von seinem bisherigen Amt als leitender Theologe der Bremischen Evangelischen Kirche verabschiedet.

Brahms wurde am 29. April 1956 in Bremen geboren, studierte evangelische Theologie in Münster, Tübingen und Göttingen. Er wurde 1985 ordiniert und war danach 16 Jahre Pastor in Bremen.

Die Evangelische Wittenbergstiftung ist der EKD in Hannover angegliedert. Die zum 1. Januar 2009 eingerichtete Stiftung hat ihren Sitz als ständige Präsenz der EKD und ihrer Gliedkirchen im Alten Rathaus in der Lutherstadt Wittenberg. Zu den Arbeitsbereichen gehören unter anderen die Fortbildungen für Pfarrer und die Organisation der Konfi-Camps.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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