Breite „Allianz für das Klima“ in Chile

Am anderen Ende der Welt, in Chile, sieht es nicht anders aus. Auch hier leidet die Hauptstadtregion um Santiago herum zum Beispiel seit Jahren unter einer anhaltenden Phase von Trockenheit und Hitze. Die sonst so prächtig verschneiten Anden zeigen selbst im Winter kaum noch weiß, Gletscher schmelzen, Seen und Talsperren werden immer kleiner. Forscher haben zudem nachgewiesen, dass sich das hier anzutreffende mediterrane Klima jedes Jahr um fünf Kilometer weiter nach Süden ausdehnt – immerhin 150 Kilometer in den letzten 30 Jahren!

Chile gehört zu den zehn am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern

„Mittelmeerklima“ mag für uns nach „Urlaub“ klingen – in der betroffenen Region stellt es Tiere und Pflanzen, aber auch Bauern und Waldbesitzer vor schwierige Herausforderungen. Dass Chile laut dem Global Climate Risk Index von 2017 zu den zehn am stärksten durch den Klimawandel betroffenen Ländern gehört, merkt man konkret. Und so passt es gut, dass die UNO-Klimakonferenz „COP25“ im Dezember 2019, auf der Politikerinnen und Politiker aus der ganzen Welt um Maßnahmen für den Klimaschutz ringen werden, in Santiago stattfinden soll.

Für die Menschen im lang gestreckten Land in Südamerika sind die Klimaveränderungen nicht mögliche Zukunft, sondern erlebte Gegenwart. Gleichzeitig sind der Staat und viele Einwohner – trotz des beeindruckenden wirtschaftlichen Aufschwungs in den letzten 30 Jahren – ärmer als zum Beispiel die Menschen und Länder in Westeuropa. Das heißt auch, dass die technischen und finanziellen Möglichkeiten, um dem Klimawandel zu begegnen oder sich auf seine Auswirkungen einzustellen, in vielen Fällen sehr begrenzt sind.

Reich an alternativen Energiequellen

Wie gut, dass Chile wenigstens reich an alternativen Energiequellen ist. Mehr als das Hundertfache des aktuellen Stromverbrauchs könnte aus so genannten erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden, also ohne dabei das Klima zu schädigen! Und während vor sechs Jahren ganze sechs Prozent des Landesverbrauchs auf diese Weise „grün“ produziert worden sind, gibt es heute nicht nur ambitionierte Pläne, sondern auch schon konkrete Fortschritte. Mittlerweile werden über 20 Prozent der Energie mittels Sonne und Wind, aus Wasserkraft oder Geothermie erzeugt.

Außerdem hat man sich vorgenommen, das erste OECD-Land zu werden, in dem keine Kohle zur Stromgewinnung verbrannt wird und den Anteil der Erneuerbaren in den nächsten 30 Jahren auf über 70 Prozent steigen zu lassen. Eine aktuelle Studie vom Juni hält es sogar für möglich, bereits im Jahr 2040 keinerlei Emission von Treibhausgasen für die Energieerzeugung zu verursachen.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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