Ein neuer Anfang ist möglich

Manchmal dauert es lange, bis die Zeit dafür reif ist und einer den Mut aufbringt. Manchmal dauert es ­gefühlte Ewigkeiten, bis der Ruf nach Versöhnung laut wird und Gehör findet. Und auch dann bleiben Wunden ­empfindlich. In diesem Jahr liegt der deutsche Überfall auf Polen am 1. September 1939 und mit ihm der Beginn des Zweiten Weltkrieges 80 Jahre zurück. In weniger als 40 Tagen verloren über hunderttausend Menschen ihr ­Leben, ungezählte ihre Heimat, Europa und die Welt ­ihren Frieden. Sechs Jahre später waren rund 60 ­Millionen Menschen tot.

Die Ostdenkschrift ein Meilenstein im Versöhnungsprozess

Im kriegsversehrten Europa folgte der Kalte Krieg. In Gestalt der Mauer, die Menschen in Ost- und Westeuropa voneinander trennte, blieb eine Narbe sichtbar. Montagsdemonstrationen und auch Friedensgebete brachten sie 1989 am Ende einer jahrzehntelangen, ­geduldigen und umsichtigen Entspannungspolitik zwischen Ost und West zu Fall. Das war vor 30 Jahren.

1939 und 1989: Diese beiden Jahreszahlen erzählen von Krieg und Frieden, von Leid und Versöhnung in Europa. Die sogenannte Ostdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) markierte 1965 eine Zäsur in den Beziehungen zwischen Ost und West, zwischen Deutschland und Polen. Innerhalb der evangelischen Kirchen auf deutscher und daraufhin auch auf polnischer Seite schuf sie die Grundlage dafür, „Begriff und Sache der Versöhnung auch in das politische Handeln als einen unentbehrlichen Faktor einzuführen“, wie es in der Denkschrift heißt. Das Dokument hatte ein enormes Echo, es galt zu Recht als Meilenstein im Versöhnungsprozess.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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