Interreligiöses Treffen will weltweiten „Schutzring“ des Friedens schaffen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird laut Programm die viertägige Konferenz am 20. August offiziell eröffnen. Die Delegierten sollen in nicht-öffentlichen Sitzungen über Möglichkeiten geistlicher Anführer beraten, in aktuellen Konflikten zu vermitteln. Vendley betonte, dass es nicht um den reinen Dialog, sondern um konkrete Aktivitäten gehe. Er verwies auf Erfolge der Organisation in Bosnien-Herzegowina und in Sierra Leone. Vendley betonte, dass Religionsführer bei Friedensbemühungen eben keine Fremdkörper seien, sondern Teil der religiösen Gemeinschaften vor Ort.

„Für unsere gemeinsame Zukunft sorgen – das Gemeinwohl für alle fördern“

Die Weltversammlung steht unter dem Motto „Für unsere gemeinsame Zukunft sorgen – das Gemeinwohl für alle fördern“. Als Teilnehmer werden Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten, Juden und andere Religionsvertreter erwartet, die auf dem Treffen öffentlich, aber auch in geschützten Räumen miteinander reden. Repräsentanten aus Jerusalem und Nigeria werden ebenso dabei sein wie Delegationen aus den verfeindeten Staaten Iran und Vereinigte Arabische Emirate. Eine von den Organisatoren angepeilte Quote soll dafür sorgen, dass der Anteil der Frauen und jüngeren Delegierten etwa bei jeweils 25 Prozent liegt.

Die Konferenz dauert bis zum 23. August. Inhaltlich begleitet und finanziell unterstützt wird sie vom Auswärtigen Amt – insbesondere vom Referat „Religion und Außenpolitik“. Weltversammlungen der interreligiösen Organisation gibt es etwa alle fünf Jahre. Dies wird das zehnte Treffen sein, das erste in Deutschland. „Religionen für den Frieden“ ist seit 1973 von den Vereinten Nationen als Nichtregierungsorganisation registriert.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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