Ende einer Ära: Führungswechsel bei der Evangelischen Allianz

Steeb arbeitete zunächst von 1974 bis 1988 beim Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Danach wurde er für den Dienst in der Allianz beurlaubt. Zunächst als Generalsekretär der westdeutschen Evangelischen Allianz tätig, übernahm er dieses Amt 1991 auch in der wiedervereinigten Deutschen Evangelischen Allianz.

Dort zählte zu seinen wichtigsten Tätigkeiten die Koordination und Organisation der Allianz-Gebetswoche jeweils im Januar, der jährlichen Allianzkonferenz in Bad Blankenburg sowie später des Gemeindefestivals „Spring“. Daneben engagierte er sich in vielen Vereinen, Organisationen und Initiativen für Evangelisation und für das Lebensrecht von Ungeborenen und Sterbenskranken. Steeb ist seit 1975 verheiratet, Vater von zehn Kindern und Großvater von 18 Enkelkindern.

Bei dem Festakt war die Bundesregierung durch den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Thomas Rachel (CDU), vertreten. Anwesend waren auch die frühere Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und der ehemalige Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (beide CDU). Als Vertreter der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sprach deren Theologischer Dezernent, Oberkirchenrat Ulrich Heckel. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hatte den Regionalbischof von Eisenach-Erfurt, Propst Christian Stawenow, entsandt.

Kontinuität und neue Herausforderungen

Der neue Generalsekretär Reinhardt Schink (54) war seit 1997 im Versicherungskonzern Allianz in verschiedenen Managementpositionen tätig. Er stammt aus Backnang in Württemberg, hat die meiste Zeit seines Lebens aber beruflich und privat in München verbracht. Seine Familie ist im Pietismus verwurzelt. Wesentliche Impulse erhielt Schink nach Allianz-Angaben durch seine Zivildienstzeit beim Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM), dessen stellvertretender Vorsitzender er seit 2015 in Deutschland ist.

Schink betonte, dass er seine neue Aufgabe in großer Kontinuität zu seinem Vorgänger angehen werde. Zugleich müsse sich die Allianz neuen Herausforderungen stellen, beispielsweise der Bedeutung der Digitalisierung. Die Deutsche Evangelische Allianz vertritt als Dachverband 1,3 Millionen evangelikal, pietistisch und charismatisch ausgerichtete Christen aus Landes- und Freikirchen. Gegründet wurde die Allianz 1846 in London als interkonfessionelle Einigungsbewegung. In Deutschland gibt es rund 1.000 örtliche Allianzgruppen. Hauptsitz ist Bad Blankenburg, wo 1886 auch die erste Allianzkonferenz stattfand.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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