Lutheraner-Bischöfe rufen Europa zur Einheit auf

„Die Kirchen in Europa müssen mit ihren Netzwerken zeigen, dass Europa eine Gemeinschaft ist“, fügte der württembergische Landesbischof July hinzu. Die Klausurtagung der VELKD-Bischofskonferenz ging nach vier Tagen zu Ende. „Straßburg, die europäischste der Städte Europas, ist ein Symbol dafür, dass Frieden und Versöhnung möglich sind“, sagte der hannoversche Landesbischof Meister auf einem Empfang der Union Protestantischer Kirchen von Elsass und Lothringen (UEPAL). Meister würdigte die Gründung der UEPAL vor 13 Jahren als wichtige Stärkung der protestantischen Stimme in Europa.

Für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde eintreten

Die Kirchen in Europa hätten den Auftrag, für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde einzutreten, „damit es keinen Konflikt, keinen Krieg, keine Gewalt zwischen den Völkern in Europa mehr gibt”, hieß es weiter. Die Klausurtagung wurde gemeinsam mit dem Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg veranstaltet. Ein Studientag am 16. März beschäftigte sich mit dem Thema „Bischöfliches Amt, lutherische Identität und Leitung in der Kirche“. An der Tagung nahmen die Mitglieder der VELKD und internationale ökumenische Gäste teil. An einer Diskussion beteiligten sich die Europaabgeordneten Arne Lietz (SPD) und Rainer Wieland (CDU).

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) mit Sitz in Hannover ist ein Zusammenschluss von sieben Landeskirchen in Bayern, Braunschweig, Hannover, Mitteldeutschland, Norddeutschland, Sachsen und Schaumburg-Lippe. Die VELKD repräsentiert rund neun Millionen Gemeindeglieder. Leitender Bischof ist Landesbischof Meister, stellvertretender Leitender Bischof ist Landesbischof Carsten Rentzing aus Dresden.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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