25 Jahre Liturgiewissenschaftliches Institut Leipzig

Festakt am 19. März 2019 im Alten Senatssaal der Universität

Das Liturgiewissenschaftliche Institut der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschland (VELKD) bei der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Seit 1994 leistet das Institut einen entscheidenden Beitrag zu Forschung und Lehre, Beratung und Mitgestaltung gottesdienstlicher Entwicklung: „In der Arbeit des Instituts verbinden sich reflektierte Praxis und praxisbezogene Forschung zu den Gottesdiensten in den evangelisch-lutherischen Kirchen“, sagt Leiter Prof. Dr. Alexander Deeg von der Universität Leipzig. „Die Schönheit des Gottesdienstes der Tradition gilt es immer neu zu entdecken – ebenso wie es sich lohnt, neue sprachliche, symbolische und rituelle Formen zu erproben. Für beides steht die Arbeit des Liturgiewissenschaftlichen Instituts.“ Auch 25 Jahre nach seiner Gründung sei das Leipziger Institut das einzige evangelische im deutschsprachigen Raum, das praktische Fragen zu den Gottesdiensten und ihrer Feier mit wissenschaftlichen Reflexionen im universitären Kontext verbinde.

Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens findet am 19. März 2019 um 18:30 Uhr im Alten Senatsaal der Universität Leipzig ein Festakt statt. Landesbischof Ralf Meister, Leitender Bischof der VELKD, spricht ein Grußwort. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck, Professor für Praktische Theologie und Vorsitzender der Liturgischen Konferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Thema „Wohin geht die Liturgiewissenschaft?“, ihm antwortet der katholische Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Benedikt Kranemann.  Im Rahmen eines Podiumsgesprächs diskutieren Landesbischöfin Ilse Junkermann (Evangelische Kirche in Mitteldeutschland) und der wissenschaftliche Geschäftsführer des Liturgiewissenschaftlichen Instituts, Pfarrer und Dichter Dr. h. c. Christian Lehnert, mit zeitzeichen-Chefredakteur Reinhard Mawick die Frage „Liturgie und Liturgiewissenschaft – zwei Krisengeschöpfe?“ Der Abend wird musikalisch gestaltet von Jazzmusiker Uwe Steinmetz am Saxophon.

Zum Angebot des Instituts, das im Spannungsfeld zwischen Kirche, Universität und kulturellem Leben arbeitet, gehören liturgiewissenschaftliche Lehrveranstaltungen an der Universität und Tagungen wie das jährliche Liturgiewissenschaftliche Fachgespräch, das Kirchenliedseminar oder die „Tage gelebter Liturgie“. „Das Institut ermöglicht Studierenden, Pfarrerinnen und Pfarrern, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern Kenntnisse zu Gottesdiensten in Geschichte und Gegenwart zu erwerben, Sensibilität für ästhetische Herausforderungen des Liturgiefeierns zu stärken und so Tradition und die Herausforderungen der Gegenwart zu verbinden“, sagt Alexander Deeg. Dabei sei das Liturgiewissenschaftliche Institut von Anfang an ökumenisch vernetzt: „Fragen zur Zukunft des evangelisch-lutherischen Gottesdienstes lassen sich nur im Austausch mit Praktikerinnen und Praktikern, Forscherinnen und Forschern aus anderen Konfessionen und kulturellen Kontexten klären.“ In Zukunft werde deshalb auch die Kooperation mit dem Lutherischen Weltbund vertieft.

Der Festakt findet im Zusammenhang des 23. Liturgiewissenschaftlichen Fachgesprächs statt. Das Fachgespräch vom 18. bis 20. März 2019 beschäftigt sich mit dem Thema „Stille. Liturgie als Unterbrechung“.

Mehr Informationen: www.velkd-liturgie.de

Hannover, 15. März 2019

Henrike Müller
Pressestelle der VELKD

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Presse ( http://www.ekd.de/rss/presse.xml)
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