Teilhabegutscheine für arbeitslose und arme Menschen

Teilhabe an der Gesellschaft

Allen Menschen soll die Teilhabe an der Gesellschaft möglich sein. Um dazu einen Beitrag zu leisten, haben in Württemberg das Diakonische Werk zusammen mit der Evangelischen Landeskirche ein Förderprogramm aufgelegt: 900.000 Euro setzen sie für Teilhabegutscheine ein. Das Programm läuft zunächst bis 2020 und soll Langzeitarbeitslosen Beschäftigungsverhältnisse und den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben ermöglichen. „Das Fehlen von Arbeit macht nicht nur arm, sondern das Fehlen von Arbeit verhindert auch Teilhabe, macht Menschen krank und grenzt aus. Durch Arbeit verwirklichen und entfalten wir Gaben, die uns Gott geschenkt hat, bebauen und bewahren wir die uns anvertraute Schöpfung“, so Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes.

Gutscheine für Beschäftigung

Im ersten Jahr wurden bereits 120 Teilhabegutscheine für Beschäftigung und weitere 90 für Freizeit, Kultur und Bildung bewilligt. Das sei wenig findet Kaufmann angesichts der monatlichen Arbeitslosenzahlen, die zeigen, dass es in Baden-Württemberg immer noch über 50.000 Langzeitarbeitslose gebe und dass auch in Baden-Württemberg 15,4 Prozent der 11 Millionen Menschen von Armut bedroht seien, sagte Kaufmann. Aber es sei ein wichtiges Zeichen gegen das Vergessen von Menschen, die keinen Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit sehen. Mit dem Programm aber möchten Landeskirche und Diakonie einen Impuls geben und Politik und Regierung auffordern, dieser Entwicklung wirksame Programme entgegenzustellen. Dazu gehört das jetzt beschlossene Programm zur öffentlich geförderten Beschäftigung.

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