ÖPN tritt von der Musterbebauung Neckarbogen zurück

Aufgrund der aktuellen Kostenentwicklung muss das ökumenische Projekt Neckarbogen seine Teilnahme an der Musterbebauung Neckarbogen zurückziehen. Eine wirtschaftlich vertretbare Umsetzung war vor dem sozial-karitativen Hintergrund des geplanten Projektes nicht mehr möglich. Ein Rückzug deshalb unumgänglich.

Das Ökumenische Projekt Neckarbogen ist eine Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Heilbronn, der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Heilbronn und der Evangelisch-methodistischen Kirche, Bezirk Heilbronn. Diese Arbeitsgemeinschaft wurde gegründet um eine Beteiligung an der Musterbebauung Neckarbogen zu untersuchen.

Allen drei Kirchen war von Anfang an klar, dass die Bebauung des Neckarbogens große Chancen für Heilbronn bietet. Eine Beteiligung an diesem Projekt war deshalb wünschenswert. Das Besondere war die Zusammenarbeit in einem gemeinsamen ökumenischen Projekt.

In einer richtungsweisenden, sehr guten Zusammenarbeit wurde ein Konzept entwickelt und in einem Architektenwettbewerb und viel Detailarbeit zur Planreife geführt. Alle auftretenden Schwierigkeiten konnten hierbei erfolgreich gemeistert werden. Kernpunkte des Konzeptes waren Räume für die Gemeinde- und Studentenarbeit mit gastronomischer Ergänzung. Außerdem Wohnungen für Studenten mit sozial-karitativem Hintergrund. Zielgruppe waren Studierende mit und ohne Benachteiligungen. Die Inklusion Benachteiligter war wichtiger Bestandteil.

Das Büro Müller Architekten Heilbronn, hat hierbei gute Arbeit geleistet. Eine bemerkenswerte Planung war das Ergebnis. Hierfür möchten wir uns ausdrücklich bei Herrn Architekt Müller und seinem Team bedanken! Mit der Firma Paulus Wohnbau aus Pleidelsheim konnte auch ein zuverlässiger Partner für den Bau des Projektes gefunden werden.

Alles schien in „trockenen Tüchern.“ Bis jetzt die aktuellen Kostenberechnungen auf den Tisch kamen. Hier wurde schnell deutlich, dass eine wirtschaftlich vertretbare Umsetzung dieses sozial- karitativen Projekts nicht mehr mit den aktuellen Anforderungen aus Baurecht und Musterbebauung in Einklang zu bringen war.

Schweren Herzens haben sich deshalb die zuständigen Gremien entschieden, das Projekt für die Musterbebauung Neckarbogen nicht weiter zu verfolgen. Die Verantwortung gegenüber Kirchensteuerzahlern und Spendern ließ leider keine Alternative zu.

Die Gremien legten aber Wert darauf festzustellen, dass der ökumenische Weg damit nicht zu Ende ist. Gemeinsam wird überlegt, wie nun unter neuen Voraussetzungen unser ökumenisches Engagement auf der Bundesgartenschau aussehen wird, und wie wir danach im neuen Stadtteil „Neckarbogen“ ökumenisch präsent sein werden.

Als Fazit bleibt aus Sicht der beteiligten Kirchen festzuhalten, dass man zwar alles richtig gemacht hat, das Projekt dennoch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht realisierbar ist.

Das Engagement der Kirchen während der Bundesgartenschau 2019 ist von dieser Entscheidung nicht tangiert.

Quelle: Evangelischer Kirchenbezirk Heilbronn ( http://www.kirche-heilbronn.de/meta/rss/)
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