Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer brauchen Begleitung

Über den aktuellen Stand der Flüchtlingsarbeit ließen sich die 86 anwesenden Mitglieder der Heilbronner Kirchenbezirkssynode bei ihrer Tagung am 20. November 2015 in Bad Wimpfen informieren. Sie vertreten über 65.000 evangelischen Kirchenmitglieder zwischen Ilsfeld und Bad Wimpfen.

Karl Friedrich Bretz, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Heilbronn, informierte zunächst über die schon lange bestehenden Migrationsdienste, mit denen das Diakonsische Werk anerkannten Zuwanderern hilft. Neu und besonders herausgefordert sind nun die Arbeitsbereiche, die sich um aktuelle Flüchtlinge kümmert. Zuständig dafür sind zunächst der Stadt- und Landkreis Heilbronn in den Erstunterkünften. Die große Aufgabe ist aber ohne ehrenamtliche Helfer nicht zu schaffen. Hier haben vor allem die Kirchen große Erfahrungen und sind deshalb zusammen mit der AWO in der Arbeitsgemeinschaft Flüchtlingsarbeit der Stadt Heilbronn für die Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer zuständig. Bei der Diakonie ist dafür Maria-Theresia Tzschoppe verantwortlich, die einen Überblick gab. 

Insgesamt lebten Ende Oktober 776 Flüchtlinge in der Stadt Heilbronn, die in 30 dezentralen Unterkünften und zwei Hallen untergebracht sind. Monatlich kommen 250 dazu. Die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer bieten unter anderem Hausaufgabenbetreuung für Kinder und Erwachsene an, außerdem gibt es eine Fahrradwerkstatt und ein Spielcafé als Kommunikationstreffpunkt. Das Fazit vor der Synode: Angesichts der wachsenden Zahl ist die geplante Aufstockung der Stellen dringend nötig.

Im Anschluss genehmigte das evangelische Bezirksparlament den „Plan für die kirchliche Arbeit 2016“ Er umfasst eine Plansumme von 2.810.950 Euro. Finanziert wird dies durch die Kirchenbezirksumlage, bei der alle Kirchengemeinden aus ihren Kirchensteuermitteln im kommenden Jahr je Gemeindeglied 28,05 € an den Bezirk abführen müssen. 

Während die Kirchengemeinden die Arbeit vor Ort bestreiten und die Pfarrer aus landeskirchlichen Mitteln besoldet werden, trägt der Kirchenbezirk vor allem übergemeindliche Aufgaben in Stadt- und Landkreis Heilbronn. An vorderster Stelle stehen dabei die evangelischen Kindergärten, für die die Bezirksgemeinden zusammen 632.130 Euro aus Kirchensteuermitteln aufwenden. Dies ist der bei weitem größte Einzelposten des Haushaltsplans.

Weitere größere Ausgaben tätig der Bezirk für die Jugendarbeit durch die Jugendreferenten und für die Diakone (593.130 Euro), die Arbeit der Kreisdiakonie (351.260 Euro) und der Psychologischen Beratungsstelle (297.060 Euro).

Vor Beginn der Tagung hatte die Bezirkssynode den Leiter der kirchlichen Verwaltungsstelle, Rolf Seemann, in den Ruhestand verabschiedet. Seemann war seit 2003 in dieser Funktion zuständig für die Kirchenbezirke Heilbronn, Brackenheim, Neuenstadt und Weinsberg. Seit 2008 war er außerdem auch Rechner, das heißt Finanzverwalter des Evang. Kirchenbezirks Heilbronn. Oberkirchenrat Hans-Peter Duncker sprach den Dank der Kirche aus und lobte die „geordneten Verhältnisse“, die Seemann in den vier Bezirken hinterlasse. Nachfolger ist der bisherige Kämmerer der Gemeinde Obrigheim, Arno Bernauer, der von der Heilbronner Bezirkssynode auch zum Kirchenbezirksrechner gewählt wurde.

Quelle: Evangelischer Kirchenbezirk Heilbronn ( http://www.kirche-heilbronn.de/meta/rss/)
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