Konfirmandenunterricht unter Pinien

Außergewöhnlich ist auch die Mitarbeiterschar. Pfarrer und Jugendreferenten werden bei der Betreuung unterstützt von insgesamt 66 ehrenamtlich Mitarbeitenden. „Die Jugendlichen können bei KonMare Kirche neu und anders erleben“, so beschreibt Nicole Britsch die Idee des besonderen Konficamps. Die Jugendreferentin der Evangelischen Jugend Stuttgart hat die Federführung bei KonMare. Zum Erlebnis trage nicht nur der besondere Ort bei, sondern auch die Mischung aus Inhalten und freizeitpädagogischen Angeboten. 

Mit den vielen, meist jugendlichen Ehrenamtlichen – den Teamern – „entstehen ganz tolle Diskussionen und Gespräche in den Kleingruppen“, beobachtet Britsch. Sie seien einfach näher dran an den Themen der Konfirmandinnen und Konfirmanden als Pfarrerinnen und Jugendreferenten. Auch das Gemeinschaftserlebnis bei KonMare sei beeindruckend. „So eine Masse an jungen Leuten mit christlichem Hintergrund, insgesamt 211 Leute – da wird die Kirche als Gemeinschaft ganz neu greifbar“, sagt die Jugendreferentin. Auf dem „Stundenplan“ stehen große Themen des christlichen Gemeinschaftsgedankens: Taufe, Abendmahl und Heiliger Geist. Nach Frühstück und Warm-up geht es vormittags in Liedern, Geschichten, Gesprächen und – ganz wichtig – auch in Spielen und Körperübungen zur Sache. Nachmittags ist Freizeitprogramm. Dann können beispielsweise die Talente für die Talentshow am Dienstag trainiert werden. Dafür stehen Instrumente und Jongliergeräte bereit. 

KonMare ist eine Ausnahmesituation, räumt Nicole Britsch ein. Es sei wie ein Labor, in dem Neues für den Konfirmandenunterricht zu Hause erprobt werden kann. Zum Beispiel die Mitarbeit von jugendlichen Teamern, die Verknüpfung von Jugend- und Konfirmandenarbeit. Britsch hofft, dass in den beteiligten Gemeinden KonMare den Impuls gibt, dass die jugendlichen Mitarbeiter auch im restlichen Konfirmandenjahr mitmachen. Denn die Teamer tragen dazu bei, „dass große Inhalte runtergebrochen werden und an die Lebenswelt der Jugendlichen andocken“, ist Britsch überzeugt. 

Natürlich hat die einwöchige Konfirmandenfreizeit ihren Preis – allerdings soll die Teilnahme an den Kosten nicht scheitern. Regulär kostet das Camp 275 Euro. Die Kirchengemeinden übernehmen bei Bedarf diskret und unkompliziert einen Teil oder sogar den ganzen Betrag. Es scheint zu funktionieren – rund 90 Prozent der Konfirmandinnen und Konfirmanden fahren mit. Sie kommen aus Stuttgart-Nord, aus Botnang, Degerloch-Hoffeld, Plieningen, Birkach, Asemwald, Schönberg, Obertürkheim und Sonnenberg.

Pfarrer Christoph Schweizer
Pfarramt für Medien und Öffentlichkeitsarbeit des Evang. Kirchenkreises Stuttgart

Quelle: Evangelische Landeskirche Württemberg ( http://www.elk-wue.de/meta/news/rss-meldungen/?#)
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