Freundeskreis will Flüchtlingen helfen

Jetzt hat die Flüchtlingswelle auch das Heilbronner Zentrum erreicht. In einem Haus in der Frankfurter Straße schuf die Stadt Unterkunft für sieben Familien mit zwölf Kindern, insgesamt 36 Menschen. Ein neu gegründeter Freundeskreis der evangelischen Kiliansgemeinde und der katholischen Münstergemeinde St. Peter und Paul will sich um die Menschen kümmern.

„Die Neuankömmlinge in unserer Gemeinde“, so Hannes Finkbeiner, Vor- sitzender der Kiliansgermeinde, wurden mit einem Gottesdienst in Heilbronns ältester Kirche begrüßt. Dort prophezeite Prälat Harald Stumpf: „Die Flüchtlinge werden ein Segen sein für unsere Stadt und unser Land.“ Sie seien keine Bedrohung, sondern sie böten eine Chance: „Wir wollen einander begegnen, aufeinander hören, miteinander ins Gespräch kommen und einander helfen.“

Den Worten sollen Taten folgen. Die Initiatoren des „Freundeskreises Frankfurter Straße“ sind gerade dabei, sich einen Überblick zu verschaffen. „Es ist zwar für ein Dach über dem Kopf gesorgt, aber sonst fehlt es an allen Ecken und Enden“, das hat Kirchengemeinderat Karl-Heinz Fromm bei einem Besuch vor Ort festgestellt.

Zusammen mit seiner katholischen Amtskollegin Monika Thunert sah er, dass es vor allem für die Kinder sehr schwierige Umstände sind: keine Spielmöglichkeiten, keine Betreuung, sehr beengte Räumlichkeiten. Den Erwachsenen geht es vor allem darum, schnell Arbeit zu finden und schnell Deutsch zu lernen.

„Jeder von uns kann irgendwie helfen, das kann auch nur eine Spielsa- chen-Spende für die Kinder sein“, so Fromm und Thunert. Kilianspfarrer Hans-Jörg Eiding appelliert: „Helfen Sie den Flüchtlingen, ihre schrecklichen Schicksale hinter sich zu lassen!“

Der Freundeskreis, der „ökumenisches Neuland“ betreten hat und offen ist für jedermann, sucht jetzt vor allem noch weitere Ehrenamtliche, die den Flüchtlingen von Mensch zu Mensch gegenübertreten wollen. Grund- idee ist es, durch ein Angebot an Aktivitäten die Fähigkeiten der „Neubürger“ zu entwickeln, z. B. Sprachkenntnisse, aber auch gegenseitig kulturelle Unterschiede kennenzulernen.

Deshalb der Aufruf: Wer sich vorstellen kann, bei einem Frauen-Treff oder einem Männer-Treff, bei einem Deutsch-Gesprächskreis, bei einem gemeinsamen Singkreis, einem Kinder-Spielkreis oder einem Radlertreff mitzumachen, möge sich bitte melden bei Karl-Heinz Fromm (Tel. 68331) oder Deutschordenspfarrer Roland Rossnagel (Tel. 93410).

Quelle: Evangelischer Kirchenbezirk Heilbronn ( http://www.kirche-heilbronn.de/meta/rss/)
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