Polizeipräsident: Notfallseelsorge kann nicht hoch genug geschätzt werden

Acht Frauen und Männer verstärken das Stuttgarter Notfallseelsorgeteam, das damit auf insgesamt 45 angewachsen ist. Sie wurden in einem ökumenischen Gottesdienst am 15. Juli in ihr Amt eingeführt. Stuttgarts Polizeipräsident Franz Lutz machte in seinem Grußwort deutlich, wie wichtig die Notfallseelsorge für die Arbeit der Rettungskräfte ist.

 

„Ihre Arbeit hat meinen Respekt und meine Wertschätzung“, sagte Stuttgarts Polizeipräsident Franz Lutz in seinem Grußwort. Notfallseelsorge sei „erste Hilfe für die Seele in einer schweren Situation“. Für die Mitarbeitenden der Rettungsdienste sei ein großes Schadensereignis im Rückblick weniger belastend, „wenn wir Opfer, Angehörige und Rettungskräfte angemessen betreuen konnten“. Dafür sei die Notfallseelsorge wichtig. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger strahlten in der Hektik eines Einsatzortes Ruhe aus. Lutz: „Ihr Dienst kann gar nicht hoch genug geschätzt werden!“

„Ein Hauptmotiv der biblischen Botschaft ist, dass Gott Menschen verspricht, ihnen in Not beizustehen. Und wie geschieht dieser Beistand? Zum Beispiel durch Menschen wie Sie, die Notfallseelsorgerinnen und Seelsorger.“ Das sagte der evangelische Stadtdekan Søren Schwesig, der gemeinsam mit dem stellvertretenden katholischen Stadtdekan Dr. Heiko Merkelbach die acht neuen Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger für ihren Dienst einsegnete.

Der evangelische Pfarrer Hanns Günther leitet die Notfallseelsorge Stuttgart. Er sagte in seiner Predigt: „Wenn Angst die Kehle zuschnürt, dann versucht die Notfallseelsorge, Türen zu öffnen. Sie kann dies, weil sie weiß, dass sie Gott, der neue Räume öffnet, im Rücken hat.“ Deshalb begrüßte er die acht neuen Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger mit dem Satz: „Willkommen im Club der Türöffner“.

Die neuen „Türöffner“ sind Walter Humm (katholisch), die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer Ellen Klass, Heike Meder-Matthis, Holger Platz, Corinna Schmohl, Eckhard Ulrich, Linda Lee Zipperle sowie der Versicherungsmathematiker und ehemalige evangelische Landessynodale Axel Ehrmann. Insgesamt arbeiten damit nun 45 Männer und Frauen aus unterschiedlichen christlichen Kirchen bei der Notfallseelsorge mit.

Autor/Autorin: Christoph Schweizer

Quelle: Evangelische Landeskirche Württemberg ( http://www.elk-wue.de/meta/news/rss-meldungen/?#)
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