Vor dem Verzichten ausgelassen feiern

In deutschsprachigen Ländern beginnt die Karnevalszeit traditionell am Dreikönigstag und hat ihren Höhepunkt in der eigentlichen Fastnachtswoche vom “schmotzigen Dunschtig” (Donnerstag) beziehungsweise der “Weiberfastnacht” bis zum Rosenmontag und Fastnachtsdienstag. Der Name ist Programm: Ursprünglich aus dem Lateinischen carnem levare (Fleischwegnehmen) stammend wurde der Name volkssprachlich abgeschliffen und vereinfachend aus dem italienischen carne vale (Fleisch, leb wohl) abgeleitet. Dieses Fest galt als Abschied von der Zeit des Genießens. Und vor diesem Abschied hieß es, salopp gesagt, noch mal “richtig einen drauf zu machen”. Dies bedeutete einen gesellschaftlich und auch kirchlich akzeptierten Freiraum zur Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und überschäumender Lebensfreude, auch zu “Völlerei und Üppigkeit”. Sozialpsychologisch hat der Karneval für viele Menschen eine Ventilfunktion für durch Alltagszwänge und gesellschaftliche Mechanismen unterdrückte Bedürfnisse.

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Editorials ( http://www.ekd.de/rss/editorials.xml)
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