Kirchengeschichts-Professorin Luise Abramowski gestorben

Evangelische Landeskirche Württemberg

Die Tübinger Expertin für orientalische Kirchen, Professorin Luise Abramowski, ist am Montag (3. November) im Alter von 86 Jahren gestorben. Abramowski war von 1974 bis 1995 Inhaberin des Lehrstuhls für Kirchengeschichte II, teilte die Evangelisch-Theologische Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen am Donnerstag mit.

Schwerpunkte von Abramowskis Forschung waren die Gnosisforschung zu religiösen Gruppierungen des 2. und 3. Jahrhunderts nach Christus, und die orientalischen Kirchen, speziell die syrische Kirchengeschichte. Sie habe dabei oft eine Perspektive gefunden, die Grundprobleme der jeweiligen Zeit neu deutete, heißt es in Nachruf der Fakultät. Abramowski habe zudem die Gabe gehabt, junge Nachwuchswissenschaftler auch für schwierige Forschungsfelder zu interessieren und auf ihrem Weg zu begleiten. 

Luise Abramowski wurde 1928 als Tochter des Pastors der reformierten Gemeinde in Riga geboren. Sie studierte ab 1946 in Berlin und in Bonn, wo sie promovierte und sich habilitierte. Nach Tübingen kam sie 1974. Dort war sie 1980/81 Prodekanin und 1981/1982 Dekanin der Evangelisch-theologischen Fakultät und Jahrzehnte lang die einzige Frau im Kollegium der Fakultät.

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