Pascal Kober geht in die Militärseelsorge

Evangelische Landeskirche Württemberg

Der frühere Reutlinger Bundestagsabgeordnete Pascal Kober wechselt zum 1. März in die Militärseelsorge. Der 42-jährige Theologe wird evangelischer Standortpfarrer in Stetten am kalten Markt (Kreis Sigmaringen). Er wird die Soldaten und Soldatinnen auch bei Auslandseinsätzen begleiten und betreuen. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte Kober den Wiedereinzug ins Parlament trotz eines vermeintlich sicheren Listenplatzes verpasst, weil seine Partei, die FDP, an der fünf-Prozent-Hürde gescheitert war.

 

Eine Reise nach Afghanistan im Jahr 2011 mit dem damaligen Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel sei mit entscheidend gewesen für seinen Entschluss, jetzt in die Militärseelsorge zu gehen, berichtet Kober: Als Mitglied des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe habe er in Kunduz und Masar-e-Scharif mit Soldaten und Militärseelsorgern gesprochen. „Diese Menschen riskieren ihr Leben für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, weil wir in Berlin die Hand gehoben haben für eine Verlängerung des Mandats“, zeigte Kober sich danach beeindruckt. Was der Politiker Kober mit entschieden hat, das möchte der Pfarrer Kober jetzt begleiten: „Für mich ist es eine Christenpflicht, die Soldaten mit ihren Fragen und Sorgen nicht alleine zu lassen!“

 

Kober ist der einzige evangelische Standortpfarrer in Stetten, er hat noch einen katholischen Kollegen. Unterstützung bekommt er von einer Pfarrhelferin mit diakonischer Ausbildung. Für die rund 2.000 ständig stationierten Soldatinnen und Soldaten bietet der Theologe Gottesdienste, Seelsorgegespräche und so genannten lebenskundlichen Unterricht zu ethischen Fragen an. In den Vorgesprächen sei ihm bereits viel Erwartungsfreude entgegengekommen: „Die Militärseelsorge wollte jemanden, der trittsicher ist im Dreieck Politik – Staat – Kirche“, berichtet Kober: „Dieser Herausforderung stelle ich mich gerne.“

 

Ehrenamtlich möchte Pascal Kober sich auch weiter politisch engagieren und daran mitarbeiten, dass seine Partei bei der nächsten Bundestagswahl den Wiedereinzug in das Parlament schafft. Er selbst möchte sich dann in seinem Wahlkreis Reutlingen wieder um ein Bundestagsmandat bewerben.

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